Krähen soll Futterhahn nach und nach zugedreht werden

Stadt beriet Maßnahmen zur Reduzierung des Vorkommens

sz Siegen. Aufgrund der in der Anwohnerschaft des Stadtbezirkes Lindenberg/ Fludersbach viel diskutierten Problematik einer »Krähenplage« hat sich auch die Umweltabteilung der Stadt Siegen mit dem Thema befasst. Das Ergebnis: Nur eine Reduzierung des Nahrungsangebotes für die Rabenvögel könne zu einem Abwandern der Tiere und einer Verbesserung der von den Anwohnern subjektiv als »Krähenplage« empfundenen Situation führen.

Hierzu werden folgende Maßnahmen als geeignet angesehen: Maßnahmen im Bereich der Deponie Fludersbach: Bereits seit 1998 wird der Biomüll getrennt vom Restmüll entsorgt. Der von den Städten und Gemeinden eingesammelte Biomüll (Braune Tonne) wird über eine auf dem Deponiegelände befindliche Umladeanlage arbeitstäglich in geschlossenen Behältern zum Kompostwerk in Olpe transportiert. Auch die Deponierung des so genannten Restmülls (Graue Tonne) ist in den Jahren 1999 bis 2003 infolge der steigenden Mengen, welche zur Müllverbrennung (Müllheizkraftwerk Iserlohn) verbracht wird, nach und nach reduziert und seit Anfang dieses Jahres fast gänzlich eingestellt worden. Da ab dem Jahre 2004 – aufgrund der vertraglichen Verpflichtungen des Kreises eine noch wesentlich größere Menge von Abfällen verbrannt werden muss, sei davon auszugehen, dass die Deponie als Nahrungsquelle für Rabenvögel gänzlich ausscheidet, zumal schon aus Gründen der Geruchsminimierung auch die wenigen noch betriebenen Deponieflächen für die Ablagerung verbleibender Gewerbeabfälle ständig mit Erdaushub abgedeckt würden.

Eine systematische Bejagung der Rabenvögel auf dem Deponiegelände ist in den Augen der Stadt nicht geeignet, deren Vorkommen dort auf Dauer zu verringern, da eingetretene Verluste aus dem Umland schnell wieder aufgefüllt würden. Maßnahmen im Stadtbezirk Lindenberg/Fludersbach: Aufgrund des in den vergangenen Jahren ständig reduzierten Nahrungsangebotes auf der Deponie Fludersbach hat offensichtlich zumindest ein Teil der dort vorkommenden Rabenvögel seine Nahrungssuche in das angrenzende Wohngebiet am Lindenberg ausgedehnt. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, sollte dafür gesorgt werden, dass Rabenvögel nicht durch Futter in die Gärten gelockt werden, weil dort Lebensmittel- und Speisereste auf dem Kompost landen. Diese Abfälle gehören in die Braune Tonne oder sind regelmäßig in den Kompost einzuarbeiten bzw. gegen Vogelfraß abzudecken.

Auch auf dem Schulgelände der Lindenberg-/Pestalozzischule sollte verstärkt darauf geachtet werden, dass nicht Essensreste auf den Schulhof oder in offene Abfallbehälter geworfen werden. Rabenkrähen erkennen als intelligente Nahrungsopportunisten schnell neue Futterquellen und suchen dort immer wieder nach Nahrung. Um dies zu verhindern, sollten die Abfallbehälter entweder in das Schulgebäude verlagert oder als geschlossene Behälter auf dem Schulhof aufgestellt werden.

Ein relevantes Gefahrenpotenzial, das die Einleitung ordnungsrechtlicher Maßnahmen zur Gefahrenbeseitigung erforderlich macht, sieht die Stadt nicht. Weder sei ein unnatürlich aggressives Verhalten der Tiere als eventuelle Folge von Nahrungsbeschränkungen erkennbar und auch zukünftig nicht zu erwarten, noch seien gesundheitliche Gefahren anderer Art ersichtlich.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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