Kreis-Basketball hängt weiter in der Luft

ckl Siegen. Im Kreis-Basketball will einfach keine Ruhe einkehren. Knapp zwei Monate nachdem der ordentliche Verbandstag des Westdeutschen Basketballverbandes (WBV) dem Basketballkreis Südwestfalen (BSW) u. a. aufgrund von mehreren Satzungsverstößen jegliche Organisationsgewalt entzogen hat (SZ berichtete ausführlich), hängt der Spielbetrieb immer noch in der Luft. Die Vereine in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe können derzeit nur zwei Dinge – hoffen und bangen.

Der Grund: Bis dato ist von offizieller Seite noch kein neuer Kreis rechtmäßig mit der Organisationsgewalt beauftragt worden. So sieht es zumindest der WBV-Rechtsausschuss. Zwar hatte das WBV-Präsidium am ordentlichen Verbandstag den Antrag gestellt, die Zuordnung des heimischen Spielbetriebs zu einem neu zu gründenden Verein vorzunehmen. Doch nach einer Berufung gegen diesen Entschluss durch den BSW-Vorstand entschied der Rechtsausschuss in einer Eilentscheidung: Für die Dauer des Berufungsverfahrens dürfe dies nicht umgesetzt werden, weil die konkrete Benennung des neuen Kreises vor dem Beschluss hätte stattfinden müssen.

Für den Basketballsport in der heimischen Region gibt es folglich derzeit keinen Basketballkreis mehr. Denn entgegen aller Berufungs-Versuche des BSW-Vorstandes steht laut WBV-Präsident Klaus-Rüdiger Biemer sicher fest: „Der BSW ist kein Basketballkreis mehr und wird daher zukünftig keinen Spielbetrieb mehr im WBV organisieren.“ Erstaunlicherweise scheint der BSW-Vorstand davon unberührt jedoch wieder zum Tagesgeschäft übergegangen zu sein. Denn auf seiner offiziellen Internetseite, ist von einem solch drastischen Beschluss nichts zu lesen.

De facto genießen die Vereine des Ex-Kreises derzeit jedoch keine Aufstiegs-rechte mehr. Ein Spielbetrieb hätte jetzt die Qualität eines Turniers zwischen Thekenmannschaften – sprich keine.

Das Kuriose: Zum Zeitpunkt des ordentlichen Verbandstages stand inoffiziell der Nachfolger des BSW bereits fest. Sieben heimische Vereine hatten damals schon den Verein „WiSiO“ (Wittgenstein, Siegen, Olpe) gegründet. Der einzige Grund, weshalb dieser am ordentlichen Verbandstag nicht konkret als Kreisnachfolger benannt wurde: „Wir wollten verhindern, dass die Vereine vom BSW Strafgelder auferlegt bekommen“, erklärt Klaus-Rüdiger Biemer.Aufgrund der Entscheidung des WBV-Rechtsausschusses sind nun alle Blicke auf den 4. September gerichtet. Dann soll der neu gegründete Verein „WiSiO“ auf einem außerordentlichen Verbandstag in Duisburg rechtsmäßig mit der Organisationsgewalt für die heimische Basketballregion beauftragt werden. „Wir planen weiter und hoffen, dass diesmal alles gut geht. Dann werden wir rechtzeitig einen geregelten Spielbetrieb organisieren können“, erklärte ein Vertreter der heimischen Vereine auf SZ-Nachfrage.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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