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Anschluss an die Zukunft?
Kreis kann sich Einstieg ins Carsharing vorstellen

Zunächst sollen zwölf Fahrzeuge, natürlich E-Autos, für die „Ankernutzer“ – die Städte und Gemeinden – angeschafft werden. In gut zwei Jahren könnten sie über Siegen-Wittgensteins Straßen rollen. Foto: Pixabay
  • Zunächst sollen zwölf Fahrzeuge, natürlich E-Autos, für die „Ankernutzer“ – die Städte und Gemeinden – angeschafft werden. In gut zwei Jahren könnten sie über Siegen-Wittgensteins Straßen rollen. Foto: Pixabay
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ch Siegen/Bad Berleburg. Der Kreis Siegen-Wittgenstein plant den Aufbau eines eigenen Start-Ups in Sachen Mobilität: Mit der Gründung des Unternehmens „NewCo“ kann sich zumindest das Kreishaus gut vorstellen, ins Carsharing einzusteigen. Sollte die Politik dem Vorhaben zustimmen, um vor allem auf dem Land die Lücken im ÖPNV zu schließen und weiterhin jedes Dorf erreichbar zu machen, könnten schon in gut zwei Jahren die ersten Autos – natürlich E-Fahrzeuge – quer durch den Kreis rollen und geteilt werden. Das geht aus dem Geschäftsplan, neudeutsch: Businessplan, hervor, den die Kreisverwaltung am Freitag veröffentlicht hat. Das Kerngeschäft: An zentralen Orten in den elf Städten und Gemeinden des Kreises werden die Fahrzeuge für die Nutzung im Carsharing bereitstellt.

ch Siegen/Bad Berleburg. Der Kreis Siegen-Wittgenstein plant den Aufbau eines eigenen Start-Ups in Sachen Mobilität: Mit der Gründung des Unternehmens „NewCo“ kann sich zumindest das Kreishaus gut vorstellen, ins Carsharing einzusteigen. Sollte die Politik dem Vorhaben zustimmen, um vor allem auf dem Land die Lücken im ÖPNV zu schließen und weiterhin jedes Dorf erreichbar zu machen, könnten schon in gut zwei Jahren die ersten Autos – natürlich E-Fahrzeuge – quer durch den Kreis rollen und geteilt werden. Das geht aus dem Geschäftsplan, neudeutsch: Businessplan, hervor, den die Kreisverwaltung am Freitag veröffentlicht hat. Das Kerngeschäft: An zentralen Orten in den elf Städten und Gemeinden des Kreises werden die Fahrzeuge für die Nutzung im Carsharing bereitstellt. Darüber hinaus sollen Initiativen in einzelnen Dörfern initiiert und unterstützt werden, um das Thema nach und nach zu etablieren. Blaupause dafür ist das Dorfauto in Grund, das als realistisches wie „gelungenes Beispiel“ für die Abdeckung der lokalen Nachfrage gesehen wird.

Erste Kunden der „NewCo“ sollen dem Plan nach der Kreis selbst sowie eben die Städte und Gemeinden sein. Zunächst sollen zwölf Fahrzeuge für diese „Ankernutzer“ angeschafft werden, damit sie sie von Montag bis Freitag jeweils von 7 bis 18 Uhr exklusiv nutzen können und damit die Fahrzeugkosten finanzieren. Außerhalb dieser Zeiten sollen die Wagen für Drittnutzer zur Verfügung stehen.

Das Angebot des noch zu gründenden Unternehmens ist frei skalierbar, so dass viele Interessenten Fahrzeuge in das Carsharing geben können, sofern die Refinanzierung der Kosten gewährleistet ist.

Immerhin, ehrlich gerechnet: Dennoch wird das Geschäft der „NewCo“ dauerhaft defizitär sein. Das jährliche Defizit wird auf rund 350 000 Euro prognostiziert. Bei Gründung der Firma ist eine Einlage von einmalig rund 300 000 Euro in das Stammkapital erforderlich. Die Gründungskosten werden mit etwa 20 000 Euro veranschlagt.

Der Businessplan hat auch einen Blick auf den Wettbewerb in der Region geworfen. Im Kreis gebe es derzeit keinen ernstzunehmenden Markt für das Thema. Flinkster, derzeit mit dem Ankernutzer Kreis Siegen-Wittgenstein, wird sich im Februar 2021 aus der Krönchenstadt zurückziehen. Der Anbieter „app2drive“ hat am Siegerland-Flughafen auf der Lipper Höhe ein auf die Verknüpfung Luft und Straße ausgerichtetes Angebot von bis zu drei Fahrzeugen, eine Ausweitung auf das Kreisgebiet sei weder zu verzeichnen noch zu erwarten.

Autor:

Christian Hoffmann aus Siegen

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