Kreis um Unterstützung gebeten

 Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Grube Wilhelm an der L 286 zwischen Weitefeld und Elkenroth ist aus Sicht der Tierschützer als Tierheim geeignet. Foto: soph
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soph - Ein eigenes Tierheim ist das große Ziel des Tierschutzvereins für den Kreis Altenkirchen. Ein passendes Objekt ist bereits gefunden: Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Grube Wilhelm an der L 286 zwischen Weitefeld und Elkenroth sei als Tierheim gut geeignet, erläutert Gisela Krüger-Kuhlmann. Doch die Vorsitzende des Tierschutzvereins macht auch klar: Zum jetzigen Zeitpunkt fehlen dem Verein 20 000 Euro, um dieses Vorhaben zu realisieren. „Das Haus kann natürlich erst erworben werden, wenn die Finanzierung steht. Sonst klappt das hinterher nicht, und dann stehen wir da.“ Das Gebäude sei für ihre Zwecke günstig: Der Kauf, die Renovierung und die nach aktuellen Bestimmungen notwendigen Umbauarbeiten – unter anderem muss eine Quarantänestation eingerichtet werden – könnten für rund 250 000 Euro umgesetzt werden.

Für die Unterhaltung könne der Verein pro Jahr 40 000 Euro aufbringen. Das Geld stammt aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Außerdem werde mit Vermittlungsgebühren für Katzen und Hunde oder der Teilnahme an Festen immer wieder etwas erwirtschaftet. Unterstützung würden die Tierschützer auch von den Verbandsgemeinden Betzdorf, Kirchen und Herdorf-Daaden bekommen, sollte das Projekt Tierheim umgesetzt werden. Aber dennoch fehlten besagte 20 000 Euro. Die, so die Hoffnung der Tierschützer, soll der Kreis Altenkirchen beisteuern. „Der ist momentan noch etwas zurückhaltend.“ Doch seine Unterstützung sei unbedingt notwendig, so Krüger-Kuhlmann. Vor allem, weil für Fundtiere die Verbandsgemeinden zuständig seien, herrenlose Tiere allerdings in den Zuständigkeitsbereich des Veterinäramts des Kreises fallen würden.

Es sind vor allem Katzen, die auf die Hilfe der Tierschützer angewiesen sind. „Momentan können wir 120 Katzen pro Jahr aufnehmen, aber wir haben noch viel mehr Anfragen, die wir ablehnen müssen“, berichtet die Vorsitzende. Ein Tierheim werde auch deswegen benötigt, weil es zu wenig Pflegestellen im Kreis gebe. Sollte keine Unterstützung von Kreisebene fließen, könnten höchstens Sponsorengelder eine Möglichkeit darstellen. Hier ist Krüger-Kuhlmann jedoch skeptisch. „Die Hilfe muss langfristig fließen, nur für ein halbes Jahr bringt das ja nichts.“ Sie ist sich sicher: „Wenn uns der Kreis nicht hilft, stehen wir wieder vor dem Aus.“ Christina Held, Pressesprecherin der Kreisverwaltung, verwies bei der Rückfrage der SZ auf einen Gesprächstermin zum laufenden Antragsverfahren, bei dem sich Anfang Februar Vertreter des Tierschutzvereins und des Kreises treffen würden. „Wir wollen dieses Treffen abwarten, bevor wir uns öffentlich zu dem Thema äußern“, erläuterte Held.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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