Digitales Gesundheitsportal
Kreisklinikum arbeitet mit „etnenos“ zusammen

Sonja Bieniarz (Leiterin Sozialdienst Kreisklinikum), Anna Kötting (Projektleiterin), Michael Koke (Geschäftsführer „etnenos“), Landrat Andreas Müller und Daniel Launicke (stellv. Leiter Medizin-Controlling, v. l.) freuen sich über den erfolgreichen Start des digitalen Überleitungsmanagements.
  • Sonja Bieniarz (Leiterin Sozialdienst Kreisklinikum), Anna Kötting (Projektleiterin), Michael Koke (Geschäftsführer „etnenos“), Landrat Andreas Müller und Daniel Launicke (stellv. Leiter Medizin-Controlling, v. l.) freuen sich über den erfolgreichen Start des digitalen Überleitungsmanagements.
  • Foto: Kreisklinikum
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sz Weidenau. Die Behandlung im Krankenhaus ist geschafft, die Angehörigen und Patienten sind erleichtert. Doch wie geht es anschließend weiter? Viele Menschen benötigen nach dem Klinikaufenthalt auch eine passende Nachsorge – etwa einen Platz im Pflegeheim, in einer Rehaklinik oder die Betreuung durch einen ambulanten Pflegedienst. Das Angebot ist groß, doch es muss auch zu den persönlichen Bedürfnissen des Patienten passen.
Hier setzt das digitale Gesundheitsportal „etnenos“ an, mit dem das Kreisklinikum Siegen jetzt zusammenarbeitet. Das neue Angebot ist Teil des „digitalen Überleitungsmanagements“ der Klinik und bringt Patienten und „Nachversorger“ zusammen. „Für alle Beteiligten ist das eine echte Win-Win-Situation“, betont Landrat Andreas Müller. „Zum einen bekommen die Versorgungspartner eine verbesserte Übersicht der tatsächlich vorhandenen Patienten in ihrem Einzugsgebiet, und zum anderen werden die Patienten bei der Suche nach einer passenden Einrichtung oder einem Pflegedienst eingebunden.“

Daten werde im "etnenos"-Gesundheitsportal hochgeladen

Wie läuft das Ganze ab? Nachdem der Patient sein Einverständnis gegeben hat, erstellt das Kreisklinikum für die Überleitung zum Nachversorger eine digitale, standardisierte und pseudonymisierte Beschreibung des Patienten. Diese wird dann zusammen mit dem Entlassungsdatum und der notwendigen Nachversorgungsart im „etnenos“-Gesundheitsportal hochgeladen. Dort können sich wiederum die Einrichtungen und Pflegedienste über die Patienten informieren und ihre vorhandenen Platz-Kapazitäten prüfen. Kann der Patient zum geplanten Zeitpunkt übernommen und betreut werden, gibt die jeweilige Einrichtung im Portal ihre Übernahmebereitschaft an. Im Kreisklinikum erhalten dann der Sozialdienst und das Casemanagement zeitnah eine Rückmeldung über den aktuellen Aufnahmestatus der Nachversorger. Gemeinsam mit den Mitarbeitern wählt der Patient dann schließlich aus den Angeboten die geeignete Einrichtung bzw. die gewünschte Nachversorgung aus.
Seit dem Start mit dem neuen Portal im Oktober wurde das Angebot in Siegen-Wittgenstein sehr gut angenommen, wie das Kreisklinikum mitteilt. Bereits mehr als 30 Nachversorger aus dem Einzugsgebiet des Klinikums seien angemeldet, die ersten Patienten vermittelt.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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