Kreissporthalle wird Notunterkunft

 Während die Kreisverwaltung auf ein Pressegespräch verwies, schufen Mitarbeiter der Kreiswerke bereits Fakten und bereiteten die Kreissporthalle auf den Einzug von 200 Flüchtlingen vor. Foto: win
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win Immer knapper wird der Platz, um Flüchtlinge unterzubringen. Immer größer die Not der Kommunen, Unterkünfte zu akquirieren. Sichtbar wurde dies am Mittwochabend auch in Olpe, genauer: an der Kreissporthalle: An allen Türen künden eilig gedruckte Zettel, dass die Halle ab sofort geschlossen sei. Zwei große Umzugscontainer standen geöffnet auf dem Parkplatz, und zahlreiche Übungsleiter des Turnvereins Olpe waren dabei, alles, was dem Verein gehört, in die Container zu räumen. Ein Lkw der Kreiswerke Olpe rollte an, auf seiner Ladefläche: Rollen mit Folie, um den Hallenboden abzudecken.

Alles Nötige wird hier getan, um schon ab Freitag 200 Flüchtlinge in der kreiseigenen Sporthalle unterzubringen, deren eigentliche Aufgabe es ist, Turnhalle des Berufskollegs des Kreises Olpe zu sein, die außerdem vor allem dem TV Olpe und anderen Sportvereinen zur Verfügung steht. Und während im sozialen Netzwerk Facebook die Informationen, die der SZ von einer gut informierten Quelle bestätigt wurden, breit gestreut und kommentiert werden, hüllt sich der Kreis in Schweigen. Kreis-Pressesprecher Hans-Werner Voß verwies, kurz in einer Sitzung erreicht, auf ein Pressegespräch, das am Donnerstag Details bekannt machen soll.

Nach SZ-Informationen ist es einmal die Kreissporthalle, die für 200 Flüchtlinge hergerichtet wird, zum anderen die Rundturnhalle in Attendorn, die die übrigen 200 Menschen aufnehmen soll. Diese gehört der Stadt. Damit entsteht in der Kreisstadt trotz der Zentralen Unterbringungseinrichtung in der ehemaligen Familienferienstätte „Regenbogenland“, wo 350 Flüchtlinge untergebracht sind, bevor sie auf die Kommunen verteilt werden, eine zweite Massenunterkunft, freilich diesmal eine mit provisorischem Charakter.

So geschlossen der Kreis sich hielt, so offen kommunizierte der scheidende Bürgermeister der Stadt Olpe, Horst Müller. Er bestätigte, dass Landrat Frank Beckehoff ihn am Nachmittag informiert habe. Die Halle werde bis mindestens Februar nächsten Jahres in Anspruch genommen. Die Halle werde den Status einer Notunterkunft des Landes erhalten.

Wie aus Attendorn zu vernehmen ist, will die Stadt die Inanspruchnahme der Rundturnhalle nicht ohne weiteres hinnehmen. In Gesprächen soll eine Alternative gesucht werden, wobei das Land auch vor einer Beschlagnahme der Halle nicht zurückschrecken dürfte, ähnlich wie es beim „Regenbogenland“ vor der Nutzung als ZUE war.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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