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Trotz Homeoffice
Kreisverwaltung hält an Anbauplänen fest

Der Kreis Siegen-Wittgenstein hält weiter an seinen Plänen fest, den Standort nahe Kochs Ecke durch einen Anbau sinnvoll zu ergänzen. Theoretisch denkbar wären Bauten auf der Freifläche vor dem Hochhaus oder hinter dem Lyz, wo jetzt noch großflächig geparkt werden kann. Ein Architektenwettbewerb soll Klarheit bringen.
  • Der Kreis Siegen-Wittgenstein hält weiter an seinen Plänen fest, den Standort nahe Kochs Ecke durch einen Anbau sinnvoll zu ergänzen. Theoretisch denkbar wären Bauten auf der Freifläche vor dem Hochhaus oder hinter dem Lyz, wo jetzt noch großflächig geparkt werden kann. Ein Architektenwettbewerb soll Klarheit bringen.
  • Foto: SZ-Archiv
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

mir Siegen. Flexibles Arbeiten in Zeiten der Pandemie war und ist bei der Kreisverwaltung Siegen ein großes Thema. Bleibt das so? Oder kehren mit niedrigen Corona-Zahlen bald schon alle Mitarbeiter in ihre Büro zurück? Falls ja, hat das alles Auswirkungen auf die An- und Ausbaupläne des Kreises Siegen-Wittgenstein?

Letztere

mir Siegen. Flexibles Arbeiten in Zeiten der Pandemie war und ist bei der Kreisverwaltung Siegen ein großes Thema. Bleibt das so? Oder kehren mit niedrigen Corona-Zahlen bald schon alle Mitarbeiter in ihre Büro zurück? Falls ja, hat das alles Auswirkungen auf die An- und Ausbaupläne des Kreises Siegen-Wittgenstein?

Letztere bleiben unangetastet, zunächst jedenfalls. Das hat die Kreisverwaltung der SZ bestätigt.
Heißt im Klartext: Der angedachte Architektenwettbewerb für eine wie auch immer geartete Erweiterung findet ungeachtet aller Corona-Entwicklungen statt, er soll ja erst im Herbst richtig losgehen und erste Ergebnisse 2022 liefern. Dazu Pressesprecher Torsten Manges: „Bauen ist dauerhaft billiger als mieten.“ Der Bedarf nach weiteren Büros für die Kreishaus-Mannschaft ist weiterhin vorhanden und wird mit der Zahl 80 beziffert. Deutlich über 100 Büros seien derzeit angemietet, lautet die konkrete Auskunft.

Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein geht von höherem Personalbedarf aus

Unabhängig von den Corona-Zahlen ist zum 1. Juni eine neue Dienstvereinbarung im Kreishaus zum mobilen Arbeiten in Kraft getreten. 20 Prozent des Arbeitsaufkommens könnte demnach mobil absolviert werden. Mit dem Laptop zuhause oder im Zug, bei Klienten auswärts und gerade auch bei dringend benötigter Pflege in der Familie, um zum Beispiel Arbeit und Pflege alter Eltern besser miteinander zu vereinbaren.

In Zeiten von Corona hatte die Kreisverwaltung Siegen bereits die üblichen Zweierbüros entzerrt und nur noch mit einem Mitarbeiter besetzt. Die Räume jetzt einfach wieder voll zu nutzen, mache keinen Sinne, Corona sei weiterhin vorhanden, heißt es aus dem Kreishaus. Gerade deshalb komme dem mobilen Arbeiten ein hoher Stellenwert zu.

Ohnehin geht man im Siegener Kreishaus davon aus, in den kommenden Jahren den Stellenplan aufstocken zu müssen, weil immer mehr Aufgaben der öffentlichen Hand von Bund und Land an die Kreise übertragen werden. Ein Trend, der sich bereits bei dem vorherigen Landrat Paul Breuer abgezeichnet hat und keine Neuerung der Corona-Jahre 2020/2021 ist. Zusätzliche Aufgaben, mehr Qualitätsnachweise in den vorhandenen Zuständigkeiten, zum Beispiel bei der Lebensmittelüberwachung oder dem regionalen Sozialdienst, erforderten weiteres Personal. Und eben zusätzliche Büros.

Kreisverwaltung-Mitarbeiter sehen Homeoffice positiv

Das verstärkte Arbeiten im Homeoffice hat inzwischen dazu geführt, dass mehr als die Hälfte der Mitarbeitenden mit mobilen Endgeräten ausgestattet werden konnte. Zusätzlich hat es eine Mitarbeiterbefragung gegeben. Immerhin 374 Fragebögen von 1075 Mitarbeitern sind ausgefüllt zurückgekommen, eine ausreichend repräsentative Quote von 34,8 Prozent.

Twitter kein Vorbild für Siegen

Demnach arbeiteten 30 Prozent der Befragten mobil, der Rest ausschließlich im Büro. Größtenteils ist das Arbeiten im Homeoffice sehr positiv beurteilt worden. Überwiegend konnten die Mitarbeiter ihre Arbeit im Homeoffice gut organisieren (43 Prozent). 61 Prozent sehen die Zeit- und Geldersparnis beim Arbeitsweg als vorteilhaft, fast 68 Prozent können in ihrem privaten Umfeld ungestört arbeiten. 60 Prozent sehen Familie und Beruf auf die Weise besser miteinander vereinbart, 54 Prozent sind einfach motivierter im Homeoffice. 37 Prozent neigen im Homeoffice dazu, mehr zu arbeiten. 60 Prozent der Befragten fehlt allerdings der persönliche Kontakt zu den Kollegen.

75 Prozent haben angegeben, flexibles Arbeiten mit wechselnden Büro- und Homeoffice-Zeiten fänden sie auch nach der Corona-Zeit attraktiv. Ein sehr hoher Anteil (88 Prozent) könne sich das Homeoffice als Rückzugsmmöglichkeit für flexibles Arbeiten vorstellen.
50 Prozent der Teilnehmer haben angegeben, sie könnten sich vorstellen, einen Platz mit einem Kollegen zu teilen. 30 Prozent wiederum können sich aufgrund ihrer Tätigkeit keine Wechsel am Arbeitsplatz leisten.
Grundsätzlich hat die Befragung ergeben, dass die Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie Ende 2021 eine maßgebliche Rolle spielen wird. Direkte Konsequenzen im Hinblick auf etwaige Raumbedarfe ließen sich zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht ableiten, heißt es abschließend.

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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