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Proteinbasiertes Vakzin
Kriegen Spätentschlossene jetzt Novavax?

Wann und wo können die Menschen in der Region Novavax bekommen?

Die ersten Dosen des fünften in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffes sind in Deutschland angekommen. Es handelt sich um 1,4 Millionen Dosen des Totimpfstoffs der US-Firma Novavax. Vertreter aus Wissenschaft und Politik hoffen darauf, dass sich einige Impfzögerliche nun doch noch für eine Spritze entscheiden. Diejenigen, welche die neuen mRNA-Impfstoffe und die Vektorimpfstoffe bisher ablehnten, könnten vom neuen Vakzin angesprochen werden. Das ist proteinbasiert und unterscheidet sich in seiner Wirkweise von den vier anderen bisher zugelassenen Stoffen. Wann und wo können die Menschen in der Region Novavax bekommen?

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Die ersten Dosen des fünften in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffes sind in Deutschland angekommen. Es handelt sich um 1,4 Millionen Dosen des Totimpfstoffs der US-Firma Novavax. Vertreter aus Wissenschaft und Politik hoffen darauf, dass sich einige Impfzögerliche nun doch noch für eine Spritze entscheiden. Diejenigen, welche die neuen mRNA-Impfstoffe und die Vektorimpfstoffe bisher ablehnten, könnten vom neuen Vakzin angesprochen werden. Das ist proteinbasiert und unterscheidet sich in seiner Wirkweise von den vier anderen bisher zugelassenen Stoffen. Wann und wo können die Menschen in der Region Novavax bekommen?

sz/thor/tin Siegen/Kreuztal/Kirchen. "Zunächst wird der Impfstoff aufgrund der begrenzten Mengen ausschließlich im Rahmen kommunaler Impfangebote zur Verfügung stehen", heißt es seit Anfang Februar beim Gesundheitsministerium NRW. Starten mit den Novavax-Impfungen solle es dort spätestens Anfang März. Wann die Arztpraxen mit dem neuen Vakzin losimpfen können, ist dagegen noch unklar. „Aktuell können wir noch nichts bestellen. Wir werden das aber machen, sobald es geht", sagt Isabell Löcherbach von der Hausarztpraxis Dres. Winkemann in Siegen-Weidenau. Es sei gut, wenn man den Patienten bei den Impfstoffen ein größeres Angebot machen kann, erklärt die medizinische Fachangestellte. Man habe zum Beispiel einige wenige Patientinnen und Patienten mit Vorerkrankungen wie Multiple Sklerose, die trotz dreifacher mRNA-Impfung noch kaum Antikörper aufgebaut haben. „Vielleicht können wir denen mit dem neuen Impfstoff besser helfen", sagt Löcherbach. 

Ärzte sammeln an Novavax interessierte Patienten auf Warteliste

In der Gemeinschaftspraxis Mertens, Adarkwah und Partner in Krombach sammeln die Ärzte zunächst die Namen der an Novavax interessierten Patienten auf einer Warteliste. Wenn diese lang Liste genug geworden ist, wolle man den neuen Impfstoff bestellen, sagt Sprechstundenhilfe Jacqueline Langlotz auf SZ-Anfrage. Ihrem Eindruck nach erkundigen sich viele Patienten aus Skepsis gegenüber der mRNA-Impfstoffe nach Novavax. Wie viele Patienten die Ärzte bisher auf die Warteliste gesetzt haben, wisse sie jedoch nicht.

Novavax-Verfügbarkeit im AK-Land noch offen

In Rheinland-Pfalz können sich die Menschen ab kommender Woche mit Novavax impfen lassen. Das teilte das Gesundheitsministerium in Mainz mit. Eine Priorisierung sei nach wie vor nicht vorgesehen, da es nach aktuellem Stand deutlich mehr Impfstoff gebe als Anmeldungen (Stand Montag waren es knapp 14.800). "Wer sich bei uns im Land impfen lassen will, der bekommt schon seit einer ganzen Weile sehr zeitnah einen Termin", sagte Ministeriumssprecher David Freichel. "Dafür stehen unterschiedliche, sehr gute Impfstoffe zur Verfügung, die nun durch Novavax ergänzt werden." Anmeldungen sind unter anderem auf dem Online-Terminportal des Landes möglich.

Wann Novavax im Kreis Altenkirchen verfügbar sein wird, steht hingegen nicht genau fest. "Ich habe gerade nochmals bei meinem Apotheker nachgefragt, der konnte noch keinen genauen Liefertermin nennen. Ich warte aber eigentlich stündlich auf eine Nachricht", sagte Steffen Sander, Chefarzt am DRK-Krankenhaus in Kirchen, der in einem Container vor der Klinik über das angeschlossene MVZ Impfungen anbietet. Etliche Beschäftigte aus dem Krankenhaus selbst warteten derzeit auf den neuen Impfstoff, es gebe aber auch regelmäßig Anfragen aus der Bevölkerung. Der Container war als Anlaufstelle für "Spätentschlossene" eingerichtet worden, nachdem das Impfzentrum an der Lindenstraße seine Arbeit beendet hatte. "Es war eine gute Idee, da unten hinzugehen", berichtete Sander von einer weiterhin regen Nachfrage.

Autor:

SZ Redaktion aus Siegen

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