Kritik am späteren Schülerticket

Eine Schülervertretung ärgert sich über die vermeintliche Ungleichbehandlung der Berufskollegschüler bei der Einführung des Schülertickets. Foto: Daniel Benfer
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db - Die Schülervertretung des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung prangert die vermeintliche Ungleichbehandlung der Berufskollegschüler bei der Einführung des Schülertickets an. Man wolle „sich nicht als Schüler zweiter Klasse fühlen“. Die als Pressemitteilung formulierte Kritik der Schüler sorgt in Wortlaut und Inhalt für wenig Verständnis im Kreishaus und beim Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS).

Die Gründe, warum die parallele Einführung nicht möglich sei, kann Schülersprecher Valdrin Shala im Gespräch mit der SZ nur bedingt nachvollziehen. Eine Einbeziehung der Berufskollegschüler, so argumentieren die Verkehrsunternehmen, bedeute, dass die vorhandenen Kapazitäten – sprich Busse – nicht ausreichen. Hohe Investitionen in neue Fahrzeuge sind notwendig, die dem ZWS zu hoch sind. Deshalb wurde das Schülerticket für Berufskollegs auf eine zweite, spätere Einführungsstufe verschoben. Um in einer besseren Verhandlungsposition zu sein, will der Zweckverband erst einmal genaue Zahlen ermitteln, wie groß die Nachfrage der Schüler ist und wie deren Nutzungsverhalten aussieht. Den Vorwurf der Schülervertretung, die Umfrage solle doch eigentlich vor allem die außerschulische Nutzung ermitteln, lässt ZWS-Geschäftsführer Günter Padt so nicht gelten: Es gehe darum, zukünftige Verkehrsspitzen herauszufinden. Und die treten nun mal nicht am Nachmittag, sondern zur Schulzeit auf.

Unverständlich für den Schülersprecher auch, warum die zeitgleiche Einführung für alle Schüler an fehlenden Bussen und damit verbundenen Mehrkosten von rund 5 Mio. Euro scheitert. In seinem Schreiben rechnet er vor, dass die VWGS ein „Fun-Jahresticket“ für 189 Euro mit fast identischen Leistungen anbiete. Das multipliziert mit den 2800 betroffenen Schülern führe im Vergleich „nur“ zu Kosten in Höhe von 529.000 Euro. Das stimmt aber nur zum Teil, da das „Fun-Jahresticket“ nicht für Fahrten während der Schulzeit berechtigt, sondern nur in der Freizeit. Das Schülerticket kombiniert beides. Außerdem rechnet die VGWS ja mit mehr Fahrgästen und somit zusätzlichen Bussen und Kosten.

In Frage zu stellen ist, und dabei sind sich Landrat, Schülervertretung und ZWS einig, ob und wie viele Busse tatsächlich neu eingesetzt werden müssten. Das will die ZWS so schnell wie möglich – und eben mithilfe der Umfrage – klären.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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