Kritik an Landesregierung

Neuwahlen bei der Deutschen Polizeigewerkschaft Südwestfalen

sz Buchen. Die Kreisverbandsversammlung der Deutschen Polizeigewerkschaft Südwestfalen fand jetzt im Siegener Stadtteil Buchen statt. Nach Rechenschaftsbericht des örtlichen Vorsitzenden Friedrich-Wilhelm Althaus standen Neuwahlen des Vorstands an. Der bisherige Vorsitzende des Kreisverbands, Friedrich-Wilhelm Althaus, wurde ebenso im Amt bestätigt wie die stellv. Vorsitzenden Burkhard Becker und Reiner Teichmann, Schriftführer Frank Weber und die Beisitzer Hans Michel, Detlev Brümmer, Hartmut Pfeifer, Uwe Hilse, Ralf Dancker, Lothar Ax und Hans-Werner Römer.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Michael Haas und Fritz Müller – beide wegen Krankheit in Abwesenheit – und Gerhard Otis geehrt. Sie erhielten die goldene Ehrennadel und die Urkunde des Landesvorsitzenden Rainer Wendt. Für seine langjährige Treue und Vorstandsarbeit und aufgrund seiner Pensionierung im Mai 2005 erhielt Reinhard Neumann die Uhr der Deutschen Polizeigewerkschaft.

In seiner Rede betonte Friedrich-Wilhelm Althaus, dass er die Umsetzung der zweigeteilten Laufbahn in der Polizei NRW begrüße, aber eine schnellere Durchführung wünsche. Ein Problem sei auch die »Veralterung im Polizeidienst«, so Althaus laut Pressemitteilung: »Ab dem 1. Januar 2007 werden die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten in NRW später in Pension gehen als bisher. Wir wollen nicht, dass künftig ein 61-jähriger Großvater mit vier Enkeln einem 15-jährigen Ladendieb hinterher rennen muss, oder Schlimmerem ausgesetzt ist.« Die Politik sei aufgerufen, diesem Problem sachgerecht zu begegnen und Konzepte zu entwickeln, die der neuen Struktur in der gesamten Polizei gerecht werde.

Gute Polizeiarbeit sei maßgeblich von der Motivation der Mitarbeiter abhängig. Kürzungen und Einsparungen in der Polizei müssten endlich ein Ende haben. Menschen, die sich der aktiven Kriminalitätsbekämpfung und der Verkehrssicherheit verschrieben hätten, brauchen Unterstützung und die nötige Ruhe, sich dieser Aufgabe intensiv widmen zu können.

Enttäuscht zeigte sich Althaus von der derzeitigen Landesregierung, die bisher lediglich die Reiterstaffeln wieder gegründet und eine Form der Produkterfassung eingestellt habe. Das Wahlversprechen, die Gehälter und Sonderzuwendung nicht anzurühren, seien bisher nicht eingelöst worden. Stattdessen sei zur selben Zeit das Urlaubsgeld komplett gestrichen und das Weihnachtsgeld auf 30 Prozent reduziert worden. Althaus: »Wir erwarten jetzt von der neuen Landesregierung ein deutliches Signal, um die Polizeiarbeit und die Versorgung der Kolleginnen und Kollegen nicht zu gefährden.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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