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CDU-Kreisverband Siegen-Wittgenstein stimmt ab
Kür für Landtagskandidaten

Der CDU-Kreisverband Siegen-Wittgenstein nominiert am Samstag die Kandidaten für die Landtwagswahl. Die jetzigen Abgeordneten Anke Fuchs-Dreisbach und Jens Kamieth stellen sich zur Wiederwahl.
  • Der CDU-Kreisverband Siegen-Wittgenstein nominiert am Samstag die Kandidaten für die Landtwagswahl. Die jetzigen Abgeordneten Anke Fuchs-Dreisbach und Jens Kamieth stellen sich zur Wiederwahl.
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  • hochgeladen von Marc Thomas

mir Siegen. Noch vor der Wahl ist die nächste Wahl: Kommenden Samstag, 3. Juli, nominiert der CDU-Kreisverband Siegen-Wittgenstein in der Weißtalhalle seine beiden Kandidaten für die Landtagswahl 2022. Alles wie immer geordnet, möchte man meinen: Die jetzigen Abgeordneten Jens Kamieth (Siegen) und Anke Fuchs-Dreisbach (Bad Berleburg) stellen sich zur Wiederwahl, Gegenkandidaten sind bis jetzt nicht aufgetaucht.

Spannung pur sieht anders aus, Kreisvorsitzender Volkmar Klein (MdB) ist deshalb auch beunruhigt: „Wir müssen sehr viel aktiver werden. Ich höre viel zu viele Stimmen, die sagen, die Wahl klappt schon.“ Klein meint natürlich erst einmal die Bundestagswahl am 26. September und die guten Umfragewerte für die Union.

mir Siegen. Noch vor der Wahl ist die nächste Wahl: Kommenden Samstag, 3. Juli, nominiert der CDU-Kreisverband Siegen-Wittgenstein in der Weißtalhalle seine beiden Kandidaten für die Landtagswahl 2022. Alles wie immer geordnet, möchte man meinen: Die jetzigen Abgeordneten Jens Kamieth (Siegen) und Anke Fuchs-Dreisbach (Bad Berleburg) stellen sich zur Wiederwahl, Gegenkandidaten sind bis jetzt nicht aufgetaucht.

Spannung pur sieht anders aus, Kreisvorsitzender Volkmar Klein (MdB) ist deshalb auch beunruhigt: „Wir müssen sehr viel aktiver werden. Ich höre viel zu viele Stimmen, die sagen, die Wahl klappt schon.“ Klein meint natürlich erst einmal die Bundestagswahl am 26. September und die guten Umfragewerte für die Union.

Holprige Geschlossenheit ausbauen

Nächsten Samstag will und wird Klein der CDU-Familie eine weitere Aussage zum Nachdenken mitgeben: „Wir müssen es noch mehr schaffen, die holprige Geschlossenheit auszubauen.“ Jeder wisse um sein Werben für Merz, aber jetzt gelte es, alle Kraft für Armin Laschet einzusetzen. Seiner Ansicht nach ist die Wahl am 26. September keineswegs jetzt schon gelaufen.

Sollte Laschet Kanzler werden, und davon geht Klein fest aus, muss es einen neuen Ministerpräsidenten in Düsseldorf geben. „Ina Scharrenbach ist leider nicht Mitglied des Landtags, sie steht deshalb nicht zur Verfügung“, lässt Klein Enttäuschung mitklingen. Herbert Reul sei sicher der beste Innenminister bundesweit, aber Klein rechnet eher mit Hendrik Wüst, dem Verkehrsminister. Den Namen Lutz Lienenkämper nennt er auch noch, nebenbei aber. „Beide sind mir extrem recht.“

"Ina Scharrenbach ist leider nicht Mitglied des Landtags,
sie steht deshalb nicht zur Verfügung."

Volkmar Klein (Burbach)
CDU-Kreisvorsitzender

Die CDU auf Landesebene sieht Volkmar Klein grundsätzlich gut aufgestellt. Trotz nur einer Stimme Mehrheit im Landtag habe die Union lautlos mit der FDP regiert. In Berlin staune man über diese Entwicklung mit einem Koalitionspartner, der als schwierig bekannt sei: „Das hat viel mit Laschet zu tun.“

Gutes Ergebnis nicht selbstverständlich

Jens Kamieth wird sich in Kaan-Marienborn am Samstag keineswegs darauf verlassen, dass der Auftritt ein Heimspiel sein wird. Keine Frage, ein gutes Ergebnis ist nicht selbstverständlich. Sein Top-Thema in den vergangenen Jahren war die Kibiz-Problematik, sagt er. „Das war ein aufwändiger Arbeitsprozess, wir haben mit dem Minister gerungen und ihm gesagt, wo der Schuh drückt.“

Fortschritte sieht Kamieth bei der Polizei. Er verspüre, dass den Beamten mehr Wertschätzung entgegengebracht werde. Das habe auch viel mit besserer Ausrüstung zu tun, „die Zeiten, dass Polizisten ihr privates Handy dienstlich genutzt haben, sind wohl vorbei“.

Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Es gibt noch viel zu tun, Kamieth sieht Bedarf bei der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Infrastruktur müsse verbessert werden, natürlich in der Digitalisierung, aber auch im Rad- und im Schienennetz. Den Kommunen muss die Entwicklungsmöglichkeit in allen Bereichen erhalten bleiben, „was da im Regionalplan gefordert wird, passt uns ganz und gar nicht“.

Noch ein Punkt mit Bedeutung: Das Land NRW müsste, so sieht es Kamieth, bei der Entschuldung der Kommunen helfen, „allein kommen die da nicht mehr heraus: Ein Schuldenschnitt wäre falsch, da würden nur die Ruhrgebietsstädte belohnt, die sich mit Leuchtturmprojekten hoch verschuldet haben.“

Gesundheitsausschuss einiges auf Weg gebracht

Neben Kamieth wird sich auch die Wittgensteinerin Anke Fuchs-Dreisbach zur Wiederwahl stellen. Was hat die CDU gut gemacht? „Dass wir die Gesundheitsberufe schulgeldfrei gestellt haben, war ganz wichtig“, sagt die Abgeordnete mit Überzeugung. Nicht alle Bundesländer hätten das verwirklicht. Froh ist sie generell, dass im Gesundheitsausschuss einiges auf den Wege gebracht worden sei.

Sehr schade findet Fuchs-Dreisbach, dass die bessere Verkehrsanbindung Wittgensteins einen Rückschlag erlitten habe. „Das Thema steht für mich ganz oben auf der Arbeitsliste: Wir müssen wenigstens mal anfangen mit der Südumgehung Kreuztal.“ Immer neue notwendige Gutachten hätten Verzögerungen gebracht. „Auch beim dreispurigen Ausbau Lützel nach Erndtebrück muss sich endlich was tun.“

Grundsätzlich ist Fuchs-Dreisbach optimistisch, am Samstag ein gutes Ergebnis zu erreichen.

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

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