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Corona-Babyboom oder das Ende der Romantik
Küssen verboten?

Ob in Zeiten von Coronavirus die Lust bei den Siegerländern verloren geht, wird man sicher erst in neun Monaten sehen können, wenn man dann die Geburtenrate sieht. Küssen verursacht übrigens das höchste Übertragungsrisiko.  Foto: pixabay.
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  • Ob in Zeiten von Coronavirus die Lust bei den Siegerländern verloren geht, wird man sicher erst in neun Monaten sehen können, wenn man dann die Geburtenrate sieht. Küssen verursacht übrigens das höchste Übertragungsrisiko. Foto: pixabay.
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kalle Siegen. In Zeiten von Corona, Homeoffice, Urlaubsabbau, vorgezogenen Ferien usw. hat man normalerweise viel Zeit. Zeit für Zweisamkeit, Zeit fürs Kuscheln, all das, was bei vielen im stressigen Alltag häufig abhanden kommt.

Eine aktuelle Studie (30. März) von Professor Dr. Frank Sommer, dem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e.V. (DGMG), zeigt, dass das Virus inzwischen auch Einfluss auf das Sexleben der Deutschen und damit auch auf die Männer in der Region nimmt. Bei der Studie mit etwa 300 männlichen Personen in verschiedene Altersklassen hat sich ergeben, dass das männliche Geschlecht eben durch Corona weniger sexuell aktiv ist.

Die Angst sich anzustecken macht auch vor dem Partner nicht halt.

kalle Siegen. In Zeiten von Corona, Homeoffice, Urlaubsabbau, vorgezogenen Ferien usw. hat man normalerweise viel Zeit. Zeit für Zweisamkeit, Zeit fürs Kuscheln, all das, was bei vielen im stressigen Alltag häufig abhanden kommt.

Eine aktuelle Studie (30. März) von Professor Dr. Frank Sommer, dem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e.V. (DGMG), zeigt, dass das Virus inzwischen auch Einfluss auf das Sexleben der Deutschen und damit auch auf die Männer in der Region nimmt. Bei der Studie mit etwa 300 männlichen Personen in verschiedene Altersklassen hat sich ergeben, dass das männliche Geschlecht eben durch Corona weniger sexuell aktiv ist.

Die Angst sich anzustecken macht auch vor dem Partner nicht halt. 40 Prozent der befragten Männer erklärten, dass sie an Erektionsschwächen bis hin zu schweren Störungen leiden. „In Zeiten von Corona könnten die zusätzlichen psychischen Belastungen eine wichtige Ursache dafür sein“, erklärt Prof. Sommer.

Covid-19-Knigge ist ein Lustkiller

Wir müssen jetzt mehr aushalten und Situationen erleben, die wir bisher so nicht kannten. Was macht das mit unserem Sex? Lassen wir uns von diesem Virus vorschreiben, wie der Tag aussieht? Wie die Liebe schmeckt? Wir schauen auf die schlimmen Bilder aus Italien, wo Menschen hinter Sauerstoffmasken nach Luft ringen und hoffen, dass wir von diesem Schicksal verschont bleiben. Corona bestimmt unser Verhalten, unseren Alltag, jeden Tag sagt man uns, es gehe um Leben und Tod, so die Studie.

Prof. Sommer: „Wir stehen beim Bäcker im großen Abstand in der Schlange und bei jedem kleinen Husten fürchten wir den Beginn einer Lungenentzündung.“ Das macht keine Lust auf die schönste Nebensache der Welt.

Von Mund zu Mund

Sind Coronaviren beim Küssen übertragbar? Ja – Küssen ist natürlich die Sexualpraktik mit dem höchsten Übertragungsrisiko – allein schon durch die große Nähe und weil Viren sich auch im Speichel befinden. Ob gehaucht, angehustet oder angeniest wird – es freuen sich die Coronaviren bei der Übertragung.

Eine in Siegen ansässige Sexualtherapeutin sieht die aktuelle Corona-Situation womöglich als Hemmschuh für die Lust. Die Menschen hätten andere Probleme, wie die Angst vor Arbeitsplatzverlust, die Sorge um leere Gehaltskonten; alles das dränge wohl die Lust zurück. Man dürfe jedoch gespannt sein, so die Therapeutin im Gespräch mit der Siegener Zeitung, ob die Geburtenrate in neu Monaten ein anderes Bild zeige.

Ob in Zeiten von Coronavirus die Lust bei den Siegerländern verloren geht, wird man sicher erst in neun Monaten sehen können, wenn man dann die Geburtenrate sieht. Küssen verursacht übrigens das höchste Übertragungsrisiko.  Foto: pixabay.
Prof. Frank Sommer.  Foto: privat
Autor:

Karl-Hermann Schlabach (Redakteur) aus Siegen

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