Kultur darf nicht verlieren

Kreiskulturausschuss: kein Streit Apollo contra Umland

Siegen. Zurückhaltend kann man es so ausdrücken: In der jüngeren Vergangenheit hat es zwischen dem Apollo-Theater und anderen kulturtreibenden Vereinigungen der Region Unstimmigkeiten gegeben. Diese Tatsache war der Siegener Zeitung ebenso zu entnehmen wie der Anfrage von Wolfgang Ruth zur gestrigen Kreis-Kulturausschusssitzung. Der Hilchenbacher Christdemokrat wollte wissen, was der Kreis dagegen unternehmen wolle, dass Apollo-Intendant Magnus Reitschuster die Konsensvereinbarung zwischen dem Kreis Siegen-Wittgenstein, dem Apollo, dem Kulturring Siegerland-Wittgenstein und der Stadt Siegen in Frage stelle? Kurz und bündig die schriftliche Antwort des Landrats: »In einem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Trägervereins Apollo-Theater, Walter Schwerdfeger, ist mir versichert worden, dass die mit dem Kreistagsbeschluss zur Apollo-Mitfinanzierung verbundene Konsensvereinbarung zwischen Stadt und Kreis vom 25.11. 2002 auch für den Trägerverein des Apollo-Theaters ohne wenn und aber bindend ist.«

Winfried Schwarz (SPD), der Vorsitzende des Ausschusses, nutzte die Gelegenheit, einen Appell loszuwerden. Es dürfe keine öffentlichen Streitigkeiten zwischen Apollo und dem Umland geben. Man müsse vielmehr vernünftig zusammenarbeiten. »Schaden nimmt sonst nur die Kultur!« Otto Marburger, der Vorsitzende des Kulturrings Siegerland-Wittgenstein, bestätigte, was er schon im Gespräch mit der SZ-Kulturredaktion gesagt hat: »Wir wollen Apollo, da sind wir uns einig.« Er forderte aber eindringlich dazu auf, sich Gedanken über ein gemeinsames Ticket-System, ein Wahl-Abo (soll Apollo einschließen), einen gemeinsamen Internet-Auftritt und die gemeinsame Vermarktung von besonders attraktiven Veranstaltungen zu machen.

Ein Thema war natürlich auch wieder das liebe Geld. Im Rahmen der Haushaltsplanberatungen wurde besonders intensiv über die Umleitung von 20000 Euro aus dem Topf »Zuschüsse an Kulturvereinigungen im Kreis« diskutiert. Das Geld soll für die Jubiläumskonzerte der Philharmonie Südwestfalen, die kommendes Jahr bekanntlich 50 wird, verwendet werden. Kreiskulturreferent Wolfgang Suttner forderte nicht nur Solidarität mit der Philharmonie ein, sondern wies noch daraufhin, dass die Besucher der Kulturgemeinden schließlich von dem Programm profitierten. Auch wenn das nicht von allen so gesehen wurde, so stimmte der Ausschuss bis auf den Grünen Frank Sperber den Verwaltungsvorschlägen in Sachen Haushalt zu. Allerdings soll im kommenden Jahr, dies eine Anregung von Kreuztals Kulturreferenten Michael Townsend, grundsätzlich über den Schlüssel zur Verteilung des Kreiszuschusses diskutiert werden.

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