Kunst erobert die Stadt

Kunst mit Gummiband und Latten entstand gestern auf der Wiese neben der Blue Box. Von der „Kunstschleuse“ aus sollen Aktionen stattfinden, die in der Stadt Aufmerksamkeit erregen. Die jugendlichen Teilnehmer dürfen gespannt sein.  Foto: zel
  • Kunst mit Gummiband und Latten entstand gestern auf der Wiese neben der Blue Box. Von der „Kunstschleuse“ aus sollen Aktionen stattfinden, die in der Stadt Aufmerksamkeit erregen. Die jugendlichen Teilnehmer dürfen gespannt sein. Foto: zel
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zel Siegen. Jeder kann jederzeit mitmachen – sich hineinschleusen lassen in eine Woche kreative Ferien zusammen mit anderen Jugendlichen ab zwölf Jahren, die auch nicht weggefahren sind und Lust haben, die Stadt mit Kunst zu erobern. Das ist nämlich das Motto der „Kunstschleuse“, eines offenen Ateliers, das in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindet, diesmal auf der Wiese neben dem Jugendzentrum Blue Box an der Sandstraße.

Gestern legten neun Kinder und Jugendliche los mit den Künstlern und Kunstpädagogen Michael Rückwardt, Yvonne Schieren und Andrea Freiberg, die dieses Jahr die Gesamtleitung hat. Die Idee ist, vom offenen Atelier, dem Camp, aus die Stadt zu erobern, mit selbst gebauten, schrägen und verrückten Wegweisern zum Beispiel. „Wir wollen Wege versperren und Störungen provozieren“, erklärt Freiberg. Alle Aktionen werden von den Teilnehmern fotografiert und damit dokumentiert. Geplant ist zum Beispiel auch eine Stadtrallye, bei der es über den Marktplatz ins Museum für Gegenwartskunst gehen soll, von der Ober- in die Unterstadt. Ebenfalls geplant: Rasenmäherreliefs, Betongüsse direkt in der Erde und vieles mehr. Wie in den 60er/70er Jahren heißt es „Künstler, raus aus den Ateliers und auf die Straße, auf die Plätze!“. So entstand damals die „Street Art“. Das Thema bezieht sich auf die aktuelle Ausstellung im Museum für Gegenwartskunst, „concrete & samples“ von Aglaja Konrad und Armin Linke, die sich auch mit Stadt und Architektur beschäftigt.

Angeboten wird die „Kunstschleuse“ vom Museum für Gegenwartskunst in Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule Siegen-Wittgenstein. Es gibt keine Teilnahmebeschränkung oder Gebühren. Das macht die finanzielle Unterstützung der PricewaterhouseCoopers-Stiftung, des Ministerpräsidenten des Landes NRW und des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW möglich.

Die „Kunstschleuse“ hat bis zum 9. August jeden Tag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Keiner muss, aber jeder kann die ganze Woche dabei sein. Zum Abschluss werden alle entstandenen Kunstwerke im Museum für Gegenwartskunst ausgestellt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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