»Kunst statt Kommerz«

Verein »Lebe den Tag« will jungen Künstlern helfen / Eine Plattform bieten

co Siegen. »Kulturelle Events, besonders organisiert durch ehrenamtliche Helfer, werfen viel Geld ab, das guten Zwecken zur Verfügung gestellt werden kann«, meint Ralf Engelmann, stellv. Vorsitzender des frisch gegründeten Vereins »Lebe den Tag«. Engelmann, der Krankenpfleger, Timm Bauschke, der Maschinenbau-Student, Stefan Roeder, der LKW-Fahrer und Thomas Gruner, der Sozialpädagogik-Student, haben eine Vision. Sie wollen eine Plattform für Künstler aller Genres bieten – Künstler, die nicht wissen, wohin mit ihrem Talent. Da anfangen, »wo musikpädagogische Arbeit aufhört«. Deswegen haben sie »Lebe den Tag« gegründet.

Die Geburtsstunde dieser Idee war nach dem überaus gelungenen Konzert mit dem Titel »Lebe den Tag« in der Wilnsdorfer Festhalle im Jahr 2000. Der Erlös von 2500 Euro ging an einen körperbehinderten Jungen, Carsten Kreutz, zu dessen Familie seitens Ralf Engelmann persönlicher Kontakt besteht. Die Idee sollte auch in Zukunft weitergeführt werden, nicht zuletzt wegen der großen Resonanz und Unterstützung der Bevölkerung. Heute steht der Verein, auch wenn er noch in den Kinderschuhen steckt –– für die Zukunft sieht es nicht schlecht aus. Zehn feste Mitglieder und etwa 30 freiwillige Mitarbeiter wollen im Siegener Raum etwas bewegen. Auch die Unterstützung durch regionale Bands hat »Lebe den Tag« sicher – dazu zählen unter anderen Drop Pants For Food, Newgrange, SubsoniXs und Bioforge. Des weiteren sind auch Ralf, Timm, Stefan und Thomas keine unbekannten Gesichter in der Szene mehr. Sie verfügen über viele Kontakte und waren auch schon aktiv bei anderen Projekten tätig. Daneben spielen natürlich auch die Finanzen eine große Rolle – Fördermittel vom Land wurden bereits beantragt und auch bewilligt. »Die waren ganz begeistert von unserer Idee«, so die Initiatoren einstimmig.

Im Mittelpunkt steht, den Jungkünstlern eine Chance zu geben. »Kunst statt Kommerz« lautet die Devise. »Wir wollen auch Jugendlichen und Heranwachsenden weiterhelfen, wenn sie kein Ziel mehr sehen«, sagt Stefan Roeder. »Wichtig ist uns natürlich auch, Jugendlichen Kunst näherzubringen, ohne hohe Preise dafür zu verlangen«, fügt Ralf Engelmann hinzu.

Ganz unter diesen Vorzeichen steht auch das erste Projekt. Es geht darum, ein Musikvideo zu drehen und ganz nebenbei Leute mit einem bisschen Vorahnung in einem Workshop auszubilden. Der Song heißt »Mabafei« und wird von dem togoischen Künstler Oro Below performt. Es werden jeweils fünf Workshops zu den Themen Kamera, Ton, Maske, Internet und Filmproduktion gegeben, bei denen je drei Teilnehmer mitmachen dürfen. »Am Ende haben wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, nämlich ein fertiges Musikvideo gemacht und 15 Leute mit Informationen zu diesem Thema versorgt.« Später sollen diese Informationen auf der Vereinshomepage für jedermann abrufbar sein. Anmelden kann sich jeder, der sich diese Arbeit zutraut, aber am Ende entscheidet – wegen der eingeschränkten Platzkapazitäten – das Los.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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