VHS in der Pandemie: Weniger Angebote, keine Präsenz
Kurse leben vom Miteinander

Die Volkshochschulen stehen in Pandemie-Zeiten vor großen Herausforderungen.
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sp Siegen/Bad Berleburg. Wie gehen Volkshochschulen mit der Corona-Pandemie um? Die SZ fragte bei der VHS Siegen-Wittgenstein und der VHS Siegen nach der aktuellen Situation. „Fürchterlich“, fasst es Anke Homfeld, Leiterin der VHS Siegen, direkt zu Beginn des Gesprächs kurz und knapp zusammen.

Die Kurse

„Es findet nichts in Präsenz statt. Ein Viertel des Angebots wurde in die digitale Welt verlegt“, sagt Homfeld. Aber: „Es kann aus jedem Bereich etwas stattfinden“ – egal ob Fotografie, Gesundheit, EDV oder Sport. Homfeld macht allerdings deutlich: „Das Herz schlägt für die Präsenz.“ Davon lebten die Kurse, vom gemeinsamen Lernen und Miteinander. Einige Vorteile allerdings erkennt die Leiterin der VHS Siegen in den Online-Kursen. Zum einen: „Wenn jemand nicht zur Volkshochschule kommen kann, dann kommt die VHS zu ihm.“ Zum anderen seien die Onlinekurse orts- und teilweise auch zeitungebunden. Sporteinheiten könne man jetzt beispielsweise mehrfach in der Woche zu Hause machen.
Die Vorteile hat auch die Volkshochschule Siegen-Wittgenstein erkannt. Sandra Thiemt, die neue Leiterin, ist sich sicher, dass auch nach Corona digitaler gedacht wird. Bei der VHS Siegen-Wittgenstein finden derzeit etwa 10 Prozent der Angebote online statt.

Die Teilnehmer

„Die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer kommen freiwillig. Sie haben Spaß, möchten sich fortbilden, sind interessiert und möchten sich austauschen“, erklärt Thiemt. Viele freuten sich schon jetzt darauf, wenn es wieder „richtig“ losgehe. Einen genauen Überblick darüber, wer die Onlinekurse derzeit besucht, haben die beiden Volkshochschulen nicht. Homfeld sagt: „Wir erreichen Menschen von Jung bis Alt, eine gute Mischung.“ Und Thiemt hat festgestellt, dass vor allem technikaffine Personen an den Kursen teilnehmen, das sei aber nicht unbedingt eine Frage des Alters.
Eine Veränderung hat es mit der wegfallenden Präsenz bei den Teilnehmern gegeben: Die Mindestteilnehmerzahl wurde bei der VHS Siegen reduziert. Jetzt können Kurse mit weniger Personen starten, damit hätten die Kurse eine „größere Überlebenschance“, so Homfeld. Und die Teilnehmerzahlen an der VHS Siegen-Wittgenstein? „Tendenziell etwas kleinere Gruppen, da ein Online-Kurs auch andere Anforderungen an die Moderation stellt“, so Thiemt.

Die Referenten

Die Leiterin der VHS Siegen-Wittgenstein berichtet, dass die digitale Umsetzung der Kurse eine Herausforderung für einige Dozenten sei. Man könne nicht eins zu eins übernehmen, was man vorher in Präsenz gelehrt habe. Beispielsweise müssten bei Kunstkursen über den Bildschirm die Einstellungen der Kamera und des Lichts genau stimmen, damit eine Farbe richtig wiedergegeben werde.
Die Freiwilligkeit ist eine große Kiste hier. Es soll Spaß machen.
Anke Homfeld

Leiterin VHS Siegen

Die Referenten an den Volkshochschulen werden auf Honorarbasis bezahlt. Bieten sie keine Kurse an, bekommen sie kein Geld. Anke Homfeld sagt offen: „Es kann keiner von der Volkshochschule alleine Leben.“ Die meisten Referenten machten die Kurse nebenberuflich oder ein finanzstarker Partner stehe ihnen zur Seite. Homfeld sagt, es gebe auch Dozenten, die wollten nicht online unterrichten, sondern lieber darauf warten, dass sie wieder vor den Kursteilnehmern stehen können. Es gebe eben keine Bringpflicht der Dozenten, es sei ihre freie Entscheidung. „Die Freiwilligkeit ist eine große Kiste hier. Es soll Spaß machen“, so Homfeld.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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