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5000 Freiwillige haben sich in NRW bereits gemeldet
KVWL bittet um Mithilfe in Impfzentren

Die Akutbehandlung im St.-Marien-Krankenhaus geht natürlich vor, dennoch möchte die Klinik die Impfzentren unterstützen.
  • Die Akutbehandlung im St.-Marien-Krankenhaus geht natürlich vor, dennoch möchte die Klinik die Impfzentren unterstützen.
  • Foto: Krankenhaus (Archiv)
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

juka/hobö Siegen/Olpe. Aufgrund des wohl nahenden Beginns der Corona-Impfzentren bittet die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) um Unterstützung von Ärzten und medizinischem Fachpersonal. Die KVWL wird in den Impfzentren den medizinischen Teil der Impfung vorbereiten und begleiten, zudem auch die Aufklärung leisten.
Freiwillige werden auf die Kreise verteiltLaut Ministerpräsident Armin Laschet hätten sich bereits knapp 5000 Freiwillige zur Unterstützung gemeldet. Wie viele davon in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe zum Einsatz kommen werden, ist noch nicht klar. „Die Freiwilligen werden über ein Register des Landes NRW gesammelt“, heißt es aus dem Kreishaus in Siegen. Man gehe davon aus, dass diese dann später entsprechend auf die Kreise verteilt würden.

juka/hobö Siegen/Olpe. Aufgrund des wohl nahenden Beginns der Corona-Impfzentren bittet die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) um Unterstützung von Ärzten und medizinischem Fachpersonal. Die KVWL wird in den Impfzentren den medizinischen Teil der Impfung vorbereiten und begleiten, zudem auch die Aufklärung leisten.

Freiwillige werden auf die Kreise verteilt

Laut Ministerpräsident Armin Laschet hätten sich bereits knapp 5000 Freiwillige zur Unterstützung gemeldet. Wie viele davon in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe zum Einsatz kommen werden, ist noch nicht klar. „Die Freiwilligen werden über ein Register des Landes NRW gesammelt“, heißt es aus dem Kreishaus in Siegen. Man gehe davon aus, dass diese dann später entsprechend auf die Kreise verteilt würden. Allerdings hätten sich auch schon einzelne interessierte Freiwillige beim Kreisgesundheitsamt gemeldet, die in eine Liste aufgenommen worden seien.

Eine "gewaltige Aufgabe"

Der Pressesprecher des Kreises Olpe, Hans-Werner Voß, berichtet derweil, dass sich verschiedene Personen gemeldet hätten, um zu helfen. „Die leiten wir natürlich an die KV weiter.“ Der Kreis sei ja für die Liegenschaft für das Impfzentrum und das Personal, das den Verwaltungspart bei der Registrierung übernehme, zuständig. Für das medizinische Personal zeichne die Kassenärztliche Vereinigung verantwortlich. „Bis Mitte Dezember erwartet uns in der Vorbereitung der Impfzentren eine gewaltige Aufgabe“, so Voß.

Jede helfende Hand wird gebraucht

Auch bei der KVWL hätten sich bereits einige Personen gemeldet. „Wir brauchen aber noch mehr Unterstützer. Wir brauchen jetzt jede helfende Hand, jede Ärztin, jeden Arzt, jede medizinische Fachangestellte und jede Person, die im medizinischen Bereich tätig ist“, appelliert Dr. Volker Schrage, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVWL.

Akutbehandlung geht vor

Die heimischen Krankenhäuser unterstützen die Impfstrategie zudem ausdrücklich. „Wir unterstützen gerne die Impfzentren und im Rahmen unserer Möglichkeiten auch die Rekrutierung von Personal“, erklärt Marien-Krankenhaus-Pressesprecher Christian Stoffers, „aber die Akutbehandlung in unserem Haus geht natürlich vor“, betont er. Allerdings habe man ja auch ein gewisses Eigeninteresse daran, die Impfungen bestmöglich ans Laufen zu bekommen, um auch das eigene Personal schützen zu können.

Wichtige Aufgabe in den Impfzentren

Ähnlich sieht man die Angelegenheit auch im Kreisklinikum. „Wir sehen den Aufruf nicht kritisch, sondern empfinden die Besetzung der Impfzentren als wichtige gesellschaftliche Aufgabe, die es gemeinsam zu erfüllen gilt“, stellt Geschäftsführer Ingo Fölsing klar.
Auch die Diakonie in Südwestfalen steht hinter den Maßnahmen. „Das Diakonie-Klinikum unterstützt die bundesweite, schnellstmögliche Impfstrategie und wird sein Möglichstes tun, um zum Erfolg der Arbeit in den Impfzentren beizutragen. Es ist sinnvoll und richtig, die geplanten Impfzentren mit qualifiziertem Personal zu bestücken.

Medizinisches Personal im Ruhestand

Der Aufruf der KVWL ist ob dieser Sonderlage absolut verständlich“, erläutert Geschäftsführer Dr. Josef Rosenbauer. Oberste Priorität habe es aber natürlich, den Betrieb in den Kliniken zu sichern. „Dies ist auch das Ziel der Bundesregierung. Diese selbst hatte für die Impfzentren bereits Appelle an medizinisches Personal im Ruhestand gerichtet“, betont Rosenbauer.

Mobilie Impfteams für Pflegeheime

Für Kliniken sei es aufgrund von aktuellen Krankheitsfällen schon heute häufig eine Herausforderung, die Stationen personell in der gewohnten Stärke auszustatten. Voraussichtlich werden die Zentren montags bis sonntags von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein, gearbeitet werden soll in zwei Schichten. Zudem sollen mobile Impfteams beispielsweise Pflegeheime anfahren und die dortigen Bewohner versorgen. „Das ist wahrlich eine Herkulesaufgabe, die uns da bevorsteht“, betont Dr. Schrage. „Obwohl wir noch nicht wissen, wann der erste Impfstoff eine Zulassung bekommt und ausgeliefert wird und wie viele Ärzte wir an welchen Standorten ab wann brauchen werden, arbeiten wir gemeinsam mit dem Landesgesundheitsministerium und den Kommunen mit Hochdruck an den nötigen Konzepten, um startklar zu sein, wenn die erste Impfzulassung vorliegt“, so Schrage.
Freiwillige können sich beim Land NRW unter www.freiwilligenregister-nrw.de oder bei der KVWL unter www.karriere-kvwl.de/jobs registrieren.

Autor:

SZ Redaktion aus Siegen

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