„La Traviata“ im Hüttenhaus

 Giuseppe Verdis Oper „La Traviata“ ist gleich zu Beginn der nächsten Herdorfer Spielzeit ein erster Programmhöhepunkt. Foto: Kulturherbst   Blicken frohgemut der kommenden Herdorfer Kultursaison entgegen (v. l.): Erni Schlosser vom Kreis der Kulturfreunde, Bürgermeister Uwe Erner sowie Johannes Schmidt und Christine Lück vom Kulturring. Foto: aww
  • Giuseppe Verdis Oper „La Traviata“ ist gleich zu Beginn der nächsten Herdorfer Spielzeit ein erster Programmhöhepunkt. Foto: Kulturherbst Blicken frohgemut der kommenden Herdorfer Kultursaison entgegen (v. l.): Erni Schlosser vom Kreis der Kulturfreunde, Bürgermeister Uwe Erner sowie Johannes Schmidt und Christine Lück vom Kulturring. Foto: aww
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aww - Ein richtig dickes Ding erwartet die Kulturfans gleich zu Beginn der neuen Herdorfer Spielzeit. Mit Verdis „La Traviata“ wird am 27. September ein Opernklassiker über die Bühne des Hüttenhauses gehen – ein finanzieller Kraftakt, wie Johannes Schmidt, 2. Vorsitzender des Kulturrings Herdorf, gestern bei der Programmvorstellung betonte. Aber eben auch etwas ganz Besonderes, vor allem im Hinblick auf die Veranstaltungsstätte: „Mit der Oper können wir auch einmal alle Möglichkeiten des Hüttenhauses zeigen“, sagte Bürgermeister Uwe Erner. „Zum Beispiel den Orchestergraben, den sieht man ja sonst nie.“ Die Kammeroper Köln wird das Verdi-Werk im Rahmen des Kulturherbstes Herdorf – der gemeinsam vom Kulturring, dem Kreis der Kulturfreunde Herdorf sowie der Stadt getragen wird – aufführen. Es ist eine von insgesamt drei Kulturherbst-Veranstaltungen und davon die einzige im Kulturring-Abonnement. Die drei Veranstaltersegmente – Kulturring, Kulturfreunde, Kulturherbst – sind übersichtlich dargestellt im gemeinsamen Programmheft „Kultur im Hüttenhaus Herdorf“, bei dessen Präsentation Christine Lück als Kulturrings-Vorsitzende und Erni Schlosser als 2. Vorsitzender und künstlerischer Leiter des Kreises der Kulturfreunde einen Überblick über das insgesamt 14-teilige, abwechslungsreiche wie gehaltvolle Gesamtprogramm gaben (Beginn, wenn nicht anders angegeben, jeweils 20 Uhr).

Den eigentlichen Auftakt der Spielzeit 2014/2015 bestreiten am Tag vor der Opernaufführung die „Bremer Stadtmusikanten“ (26. September, 9 und 11 Uhr), für Kinder ab acht Jahren auf die Bühne gebracht vom Bonner Theater Marabu. Die dritte und letzte Kulturherbst-Veranstaltung ist einem Großen des deutschen Kabaretts vorbehalten: Jochen Busse fragt sich am 15. November im Hüttenhaus: „Wie komm ich jetzt da drauf?“

Sechs weitere Veranstaltungen bietet der Kulturring in seinem Abo an: Timothy Peach und Felix Frenken spielen in einer Aufführung des Tourneetheaters Thespiskarren am 13. Oktober „Ziemlich beste Freunde“ in der Bühnenadaption des gleichnamigen Kinoerfolgs. Die berühmte Geschichte vom „Kleinen Prinzen“ nach Antoine de Saint Exupéry in einer Bearbeitung für das Schwarze Theater ist in einer Produktion von Velvets Theater und Kleinem Theater Bad Godesberg am 14. Dezember zu erleben – eine Veranstaltung, mit der nach den Worten von Christine Lück insbesondere auch ein jüngeres Publikum angesprochen werden soll; bewusst wurde deshalb der Beginn auf 17 Uhr gelegt.

Die Theatergastspiele Kempf schauen am 14. Januar 2015 mit David Seidlers Schauspiel „The King’s Speech“ in Herdorf vorbei. Es spielen unter anderen Götz Otto und Steffen Wink. Kriminell wird es am 26. Februar 2015 mit Michaela Schaffrath, Ulli Kinalzik und der Braunschweiger Komödie am Altstadtmarkt mit „Sherlock Holmes jagt Jack the Ripper“ nach Arthur Conan Doyle. Schwester Marie Claire gibt Lebenshilfe am 17. März 2015: In der musikalischen Komödie „Sister Class“ ist Katja Ebstein mit ihren schönsten Liedern zu erleben (Landesbühne Rheinland-Pfalz/Kleines Theater Bad Godesberg). Und schließlich wird es noch einmal kabarettistisch am 17. April 2015. Uli Masuth verspricht: „Und jetzt die gute Nachricht!“

Der Kreis der Kulturfreunde hat wieder im kammermusikalischen Bereich ein hochkarätiges Paket aus vier Villa-Musica-Konzerten und einem Nachmittag, der von Musikern mit Herdorfer Wurzeln gestaltet wird, geschnürt. „Herdorfer Classic“ heißt es am 26. April 2015 (17 Uhr) u. a. mit dem Pianisten Johannes Nies, der Cellistin Christine Rauh, dem Klarinettisten Sascha Stinner und der Geigerin Helen Adler. Die Villa Musica bringt am 6. Dezember „Barockmusik zum Advent“ mit dem European Union Baroque Orchestra unter der Leitung von Lars Ulrik Mortensen (Cembalo) ins Hüttenhaus. Ein Konzert der rheinland-pfälzischen Landesstiftung für Kinder ab sechs Jahren, für Mamas und Papas und für Omas und Opas gibt es am 8. März 2015 (16 Uhr). Für gute Unterhaltung sorgen: das Alphorn Theo, der kluge Klaus und Santa Fee! Einen Höhepunkt stellt das Gastspiel des renommierten Cellisten und Echo-Klassik-Preisträgers 2013 David Geringas dar, der am 30. Mai 2015 gemeinsam mit jungen Villa-Musica-Streichern im Hellerstädtchen gastiert. Schließlich präsentiert die Stiftung am 26. Juni 2015 „Meisterklänge junior“: Das Schumann-Quartett interpretiert Beethoven, Bartók und Brahms.

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