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Paranoide Schizophrenie bei 49-Jährigem festgestellt
Landgericht schickt Siegener in Psychiatrie

juka Siegen. Wegen einer ganzen Reihe von Vorwürfen musste sich ein Mann in den vergangenen Wochen vor dem Siegener Landgericht verantworten. Immer wieder war der 49-Jährige im vergangenen Jahr mit seinen überwiegend ausländischen Nachbarn aneinandergeraten, war auch tätlich auf diese losgegangen, sprach Bedrohungen und Beleidigungen aus. Vor einer Verurteilung schützte den Mann dabei die diagnostizierte paranoide Schizophrenie. Daher sprach die 1. Große Strafkammer des Landgerichts unter Vorsitz von Richterin Elfriede Dreisbach den 49-Jährigen am Dienstag zwar frei, dafür wird der Mann in eine Psychiatrie eingewiesen.

„Bei allen Taten war die Steuerungsfähigkeit aufgehoben“, erläuterte Dreisbach. Im wahnhaften Erleben sei es zu den zahlreichen Taten gekommen.

juka Siegen. Wegen einer ganzen Reihe von Vorwürfen musste sich ein Mann in den vergangenen Wochen vor dem Siegener Landgericht verantworten. Immer wieder war der 49-Jährige im vergangenen Jahr mit seinen überwiegend ausländischen Nachbarn aneinandergeraten, war auch tätlich auf diese losgegangen, sprach Bedrohungen und Beleidigungen aus. Vor einer Verurteilung schützte den Mann dabei die diagnostizierte paranoide Schizophrenie. Daher sprach die 1. Große Strafkammer des Landgerichts unter Vorsitz von Richterin Elfriede Dreisbach den 49-Jährigen am Dienstag zwar frei, dafür wird der Mann in eine Psychiatrie eingewiesen.

„Bei allen Taten war die Steuerungsfähigkeit aufgehoben“, erläuterte Dreisbach. Im wahnhaften Erleben sei es zu den zahlreichen Taten gekommen. Für die Einweisung ausschlaggebend gewesen sei ein Kopfstoß, den der Angeklagte im Januar 2020 gegenüber einem Nachbarn ausgeführt und ihm dabei die Nase gebrochen hatte. „Die Wahrscheinlichkeit, dass er sich wieder so in die Enge gedrängt fühlt und es erneut zu solchen Taten kommt, ist hoch“, unterstreicht Dreisbach die Notwendigkeit der Einweisung.

Nachbar mit Taschenmesser bedroht

Denn mit dem Kopfstoß waren die Probleme auch noch nicht beendet, sondern fingen eigentlich erst richtig an. Im April beleidigte der Angeklagte den Sohn eines anderen Nachbars als „scheiß Ausländer“, als ihn der Vater zur Rede stellte, wiederholte er die Beleidigung. Einen Monat später bedrohte der 49-Jährige den gleichen Nachbarn mit einem Taschenmesser und kündigte an, „ihm irgendwann den Kopf abzuschneiden“.

Angeklagter soll Nachbarn mit Axt attackiert haben

Im Oktober bedrohte der 49-Jährige den Nachbarn mit einer Axt und ging mit einem Benzinkanister auf ihn los. Dabei goss er das Benzin in Richtung des Opfers und dessen Auto, verfehlte seine Ziele aber und zündete den Kraftstoff schließlich auf dem Boden an. „Das war alles Ausfluss seines Wahns, dass der Nachbar ihm schaden wollte“, skizzierte Dreisbach. Anschließend floh der Angeklagte auf die A45, lief zuerst über den Standstreifen und versteckte sich in einer Nothaltebucht, wo er von Polizeibeamten entdeckt wurde. Friedlich ließ sich der Angeklagte jedoch nicht abführen, widersetzte sich den Beamten, versuchte es erneut mit einem Kopfstoß, den ein Polizist aber mit einem Faustschlag abwehrte. Auf der Fahrt kam es dann zudem zu Beleidigungen. In der Summe führten diese Taten aber nicht zu einer Verurteilung, mindestens die nächsten drei Jahre muss der Mann aber in Behandlung verbringen.

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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