Landratskandidatur offen

Prof. Dr. Pinkwart Gastredner beim FDP-Kreisparteitag

matz Siegen. Eine noch offene Entscheidung bezüglich einer eigenen Landratskandidatur und ein in wirtschaftspolitischen Dingen naturgemäß bewanderter Gastredner – so gab sich gestern Abend der Kreisparteitag der Liberalen in der Siegerlandhalle, zu der Kreisvorsitzende Helga Daub rund 50 Mitglieder begrüßte.

»Wir haben die Überlegungen diskutiert«, sagte Daub zu einem eigenen Landratskandidaten. »Wir sind noch in Beratungen, und die sind noch nicht abgeschlossen.« Es gebe gute Gründe dafür und dagegen. Jedoch wollte sie gestern Abend »die Kandidatenfrage nicht auf dem Marktplatz diskutieren«, sondern erst mal hinter verschlossenen Türen.

Als Gastredner zum »Sanierungsfall Deutschland« war FDP-Landesvorsitzender und Wirtschaftsprofessor Dr. Andreas Pinkwart eingeladen worden. »Es gibt Gründe zu sanieren«, so Pinkwart. Von den real 6 bis 7 Mill. Arbeitslosen leiste keiner einen Beitrag zur Wertschöpfung, folglich gehe Wohlstand verloren. Sein Reformwunsch: »Alle müssten einen Beitrag leisten.« Das sei unangenehm, aber heilsam.

Mit dem Absetzen der Steuerreform von 1997 habe man viel Zeit verloren. »Wir könnten schon seit 2000 ihre Früchte ernten.« Auch die im gleichen Jahr auf den Weg gebrachte Rentenreform sei von Rot-Grün gestoppt worden. Pinkwart:–»Wäre noch eine gute Gesundheitsreform gefolgt, hätten wir jetzt 1 Mill. Arbeitslose weniger.«

»Wir brauchen eine Politik, die eine klare Perspektive bei den Menschen hervorruft«, forderte Pinkwart. »Wir haben aber ein System, das mehr blockiert als fördert.« Seine Vorschläge: Mitarbeiter könnten selbst für das Alter vorsorgen, indem sie diesen Lohnanteil steuerfrei ausgezahlt bekämen, der Kündigungsschutz müsse aufgehoben und Abfindungen in Arbeitsverträgen festgeschrieben werden. »Wir müssen die Steuerreform vorziehen und hiermit Wachstumsimpulse setzen.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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