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Lasst die Profis ran

SZ-Redakteurin Irene-Hermann Sobotka.
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„Wahnsinn!“ Das war eines der meistgebrauchten Worte bei der Sammelaktion für die Flutopfer am Sonntag an der Siegerlandhalle. In der Tat: Es war Wahnsinn. Allerdings ein Wahnsinn, der alle Beteiligten nachdenklich machen sollte. Das Verkehrschaos mit Ansage war das eine. Aber privat im Schneeballsystem zu Spenden aufzurufen, ohne mit Hilfsorganisationen vor Ort gesprochen zu haben, ohne zu wissen, wohin mit über 30 Tonnen Kleidern und Lebensmitteln, das zeugt schon von unglaublicher Naivität.

Keine Frage: Die Hilfsbereitschaft war riesig. Jeder kam mit den besten Absichten, die Helfer taten, was sie konnten. Aber noch nicht einmal die elementarsten Pflichten eines Veranstalters waren ihnen bekannt.

„Wahnsinn!“ Das war eines der meistgebrauchten Worte bei der Sammelaktion für die Flutopfer am Sonntag an der Siegerlandhalle. In der Tat: Es war Wahnsinn. Allerdings ein Wahnsinn, der alle Beteiligten nachdenklich machen sollte. Das Verkehrschaos mit Ansage war das eine. Aber privat im Schneeballsystem zu Spenden aufzurufen, ohne mit Hilfsorganisationen vor Ort gesprochen zu haben, ohne zu wissen, wohin mit über 30 Tonnen Kleidern und Lebensmitteln, das zeugt schon von unglaublicher Naivität.

Keine Frage: Die Hilfsbereitschaft war riesig. Jeder kam mit den besten Absichten, die Helfer taten, was sie konnten. Aber noch nicht einmal die elementarsten Pflichten eines Veranstalters waren ihnen bekannt. Dass am Ende eine Doku-Soap-Darstellerin aus dem Fernsehen die Spenden in Empfang nehmen sollte, sät weitere Zweifel an der Seriosität der ganzen Aktion.
Dabei ist es doch eigentlich nicht so schwer: Es gibt in Deutschland Gottseidank eine bestens organisierte Infrastruktur für die Katastrophenhilfe: Feuerwehr, Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Technisches Hilfswerk, Bundeswehr und viele andere. Sie wissen, was wo gebraucht wird. Sie haben Knowhow und Logistik. Wer helfen will, sollte den Kontakt zu den Profis suchen.
Und was können die Bürger tun? Spenden ja – aber in erster Linie Geld. Das wird am dringendsten gebraucht und ist am flexibelsten einsetzbar. Bitte, liebe Hilfswillige: nicht den Keller ausräumen, sondern eine Überweisung ausfüllen!

i.hermann-sobotka@siegener-zeitung.de

Flutkatastrophe: Lkw mit Spenden aus Siegen unterwegs

Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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