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Martinszug fällt aus
Laternen leuchten trotz Corona

Mark (4), Carina (5) und Karina (5, v. l.) werden in diesem Jahr den Martinstag in den Räumen ihrer Kita am Giersberg feiern.
  • Mark (4), Carina (5) und Karina (5, v. l.) werden in diesem Jahr den Martinstag in den Räumen ihrer Kita am Giersberg feiern.
  • Foto: Sarah Panthel
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sp Siegen. Die Kinder der „Bärenhöhle“ sind enttäuscht. In diesem Jahr wird der Martinstag nicht wie üblich gefeiert. Einen Umzug, bei dem Sankt Martin auf einem Pferd voranreitet und die Kinder mit ihren Eltern und den gebastelten Laternen hinterherlaufen, wird es nicht geben. Die fünfjährige Carina weiß: „Wegen Corona können wir nicht raus, deshalb feiern wir hier.“ Hier, das bedeutet in den Räumen des ev. Familienzentrums am Siegener Giersberg.
Kinder gehen gemeinsam mit ElternBevor Anfang November der „Lockdown light“ in Kraft trat, waren Martinsumzüge mit einem Hygienekonzept und mit maximal 100 Personen zulässig. Diese Zahl aber hätte das Familienzentrum schnell überschritten, denn alleine 82 Kinder besuchen die Einrichtung.

sp Siegen. Die Kinder der „Bärenhöhle“ sind enttäuscht. In diesem Jahr wird der Martinstag nicht wie üblich gefeiert. Einen Umzug, bei dem Sankt Martin auf einem Pferd voranreitet und die Kinder mit ihren Eltern und den gebastelten Laternen hinterherlaufen, wird es nicht geben. Die fünfjährige Carina weiß: „Wegen Corona können wir nicht raus, deshalb feiern wir hier.“ Hier, das bedeutet in den Räumen des ev. Familienzentrums am Siegener Giersberg.

Kinder gehen gemeinsam mit Eltern

Bevor Anfang November der „Lockdown light“ in Kraft trat, waren Martinsumzüge mit einem Hygienekonzept und mit maximal 100 Personen zulässig. Diese Zahl aber hätte das Familienzentrum schnell überschritten, denn alleine 82 Kinder besuchen die Einrichtung. Heidrun Schliemann, Leiterin des Familienzentrums, hatte sich eine Alternative überlegt. Die Eltern sollten die Kinder nach dem für sie gemachten Programm abholen und gemeinsam mit ihnen und den Laternen durch die naheliegenden Schrebergärten gehen. Auch das wurde vorsichtshalber abgesagt. Dennoch: „In einem Elternbrief habe ich den Eltern ans Herz gelegt, mit den Kindern etwas zu machen, mit ihnen und den Laternen durch die Gegend zu ziehen“, sagt die Leiterin – natürlich unter den gültigen Vorschriften (mit höchstens einem weiteren Haushalt und insgesamt maximal zehn Personen).

Martinstag in Kleingruppen

Die Laternen haben die Kinder in diesem Jahr mit den Erzieherinnen gebastelt – ohne Corona hätte es dafür einen gemeinsamen Tag mit den Eltern gegeben. Carina hat ihre Laterne schon einmal testweise zum Leuchten gebracht: „Das war schön im Dunklen.“ Morgen Vormittag wird die Fünfjährige ihre Laterne gemeinsam mit denen der anderen Kinder in den verdunkelten Räumen der Einrichtung noch einmal bestaunen können. Gemeinsam soll in den Kleingruppen dann der Martinstag nachgefeiert werden: mit Brezeln, Kinderpunsch, Liedern und natürlich mit einem Rollenspiel. Die Kinder werden die Geschichte vom heiligen Martin und dem Bettler nachspielen und damit etwas über das Miteinander, Teilen, Aufeinanderzugehen und Helfen lernen.

"St. Martin to go"

Alternativen für den Tag haben sich auch andere befragte Kitas und Familienzentren überlegt – auch, weil Aufwand und Risiko bei einem Umzug trotz der ursprünglichen Erlaubnis zu groß gewesen wären. „Wir haben bewusst keine Laternen gemacht“, sagt Regine Roth, Leiterin des DRK-Familienzentrums Neunkirchen-Salchendorf, denn dieses Jahr sei einfach anders. Stattdessen gibt es heute einen Martinsmorgen und „St. Martin to go“. Die Kinder bekommen ein Licht zum Aufstellen mit nach Hause, das sie um 17.30 Uhr anzünden sollen. Dazu gibt es eine Geschichte, einen Liedtext, Kekse und einen Teebeutel. Roth erklärt: „So feiert jeder für sich alleine und trotzdem zusammen.“

Nachholtermin wegen Quarantäne

In einigen Kitas wird der Martinstag komplett nachgeholt werden müssen – wie im AWo-Familienzentrum Hilchenbach, dort befindet sich zurzeit ein Teil der Gruppen in Quarantäne. Die Erzieher werden die Geschichte von St. Martin zu einem anderen Termin vorspielen. Ohne die Pandemie wären die Kinder zur Hilchenbacher Reha-Klinik gegangen und hätten für die Patienten Lieder gesungen.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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