Leckere Ausstellung

Süß: Ulrich Kowalewski präsentiert seine Ausstellung „Geschichten der Bibel neu gestaltet“ in der Nikolaikirche in Siegen.  Foto: soph
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soph Siegen. „Geschichten der Bibel neu gestaltet“ lautet der Titel der Ausstellung von Ulrich Kowalewski, die derzeit in der Nikolaikirche gezeigt wird. Bei der Vernissage am vergangenen Sonntag gab es allerlei zu snacken und zu naschen – kein Wunder, denn die ausgestellten Werke bestehen aus bunten Fruchtgummi-Figuren. Diese neuzeitliche künstlerische Umsetzung der Thematik stehe natürlich im krassen Gegensatz zu den Werken der großen Meister, räumt Kowalewski ein, aber seine Interpretation „entspricht mehr der Zeit heute“.

Die abgebildeten Szenen erkennt man meist auf Anhieb: „Die Arche Noah“, „Das letzte Abendmahl“, „Der Turmbau zu Babel“ oder „Adam und Eva“. Bei jedem Werk finden sich eine kurze Beschreibung und ein Bleistift, mit dem die eigenen Gedanken zum Bild aufgeschrieben werden können. Darum bittet der Künstler seine Gäste, denn „ich bin gespannt, was andere für Gedanken zu meinen Bildern haben“.

Er selbst hat sich bei der Umsetzung nicht immer hundertprozentig an die biblische Vorlage gehalten. „Meine Gedanken sind nicht so biblisch, obwohl die Bilder natürlich thematisch gebunden sind.“ Bei der Umsetzung legt er Wert auf die künstlerischen Elemente. So hat die Arche mehr als drei Stockwerke, Adam und Eva sind sehr bunt gekleidet und nicht nackt – die künstlerische Freiheit sollte eben auch hier nicht untergehen.

Die Idee zu diesen Arbeiten hatte er, als gemeinsam mit den Enkeln ein Zoo aus Fruchtgummitieren gebastelt wurde. Im Rahmen des Konfirmandenunterrichts in der Gemeinde Niederschelden- Neue Dreisbach, in der er einige künstlerische Projekte betreute, wandelte Kowalewski das Spiel dann zur Kunst um. Zunächst arbeitete er mit Holz und Puderzucker, die neueren Stücke sind mit Leinwand und Leim gefertigt. Obwohl die Werke natürlich „nicht für die Ewigkeit“ gemacht sind, strahlen sie doch eine gewisse Zeitlosigkeit aus. Seltsam abstrakt und doch erkennbar strukturiert zeigen sie dem Betrachter eine ganz eigene Sichtweise und Interpretation der Bibelstellen.

Und der Künstler selbst freut sich auf die Resonanz der Besucher und sieht eventueller Kritik gelassen entgegen: „Schauen Sie es sich an, erfreuen Sie sich daran – oder eben nicht.“ Wer sich gerne selbst ein Bild der leckeren Ausstellung machen möchte, hat noch bis zum 25. April montags bis freitags von 11 bis 17 Uhr, samstags von 10 bis 12 und sonntags von 11 bis 17 Uhr die Gelegenheit dazu.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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