Leiche von deutschem Segler auf Philippinen geborgen Von Islamisten verschleppt

Manila (dpa) - Nach dem brutalen Mord an einem deutschen Segler hat das Militär auf den Philippinen seine Gangart gegen die Terrorgruppe Abu Sayyaf verschärft. Bei Gefechten mit Anti-Terror-Einheiten wurden nach Angaben eines Militärsprechers übers Wochenende mindestens 14 mutmaßliche Islamisten getötet.

Erst nach mehrtägiger Suche wurde auf der Insel Jolo nun auch die Leiche des 70-Jährigen entdeckt. Der Tote soll bald nach Deutschland zurückgebracht werden.

Der Mann war Anfang November auf einer Segeltour zwischen den Philippinen und Malaysia entführt worden. Die Terrorgruppe wollte damit Lösegeld erpressen, jedoch ohne Erfolg. Daraufhin wurde der Segler am Sonntag vergangener Woche enthauptet. Seine 59 Jahre alte Begleiterin war schon bei dem Überfall erschossen worden. Das Paar war trotz vieler Warnungen in einem Gebiet unterwegs, das wegen Abu Sayyaf berüchtigt ist.

Die Terrorgruppe kämpft schon seit Jahrzehnten im Südwesten der Philippinen für einen eigenen Staat. Sie finanziert sich mit Entführungen, vor allem von Ausländern. Aktuell sollen sich mehr als zwei Dutzend Geiseln in ihrer Hand befinden. Der Sprecher des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte, Ernesto Abella, versprach abermals, dass die Mörder des Seglerpaars mit aller Härte bestraft würden.

Nach Angaben eines regionalen Militärkommandanten vom Sonntag wurden allein seit Freitag 14 mutmaßliche Islamisten getötet. «Unsere Truppen sind bis zum Äußersten motiviert, um diese Banditen zu verfolgen», sagte er. Die Leiche des Seglers wurde in einem Dorf nahe der Stadt Indanan entdeckt. Dort war auch das Versteck seiner Entführer vermutet worden. Wenige Stunden vor dem Mord hatte die philippinische Luftwaffe dort Angriffe geflogen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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