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Panzer fährt durchs Naturschutzgebiet
Leopard auf der Trupbacher Heide

Bereits 2014 sprintete eine eiserne Raubkatze mit bis zu 65 km/h im Dienste der Artenvielfalt über die Trupbacher Heide.
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  • Bereits 2014 sprintete eine eiserne Raubkatze mit bis zu 65 km/h im Dienste der Artenvielfalt über die Trupbacher Heide.
  • Foto: Dirk Manderbach (Archiv)
  • hochgeladen von Tim Lehmann (Redakteur)

tile Trupbach. Zu einer ungewöhnlichen Naturschutzmaßnahme kommt es am 27. Januar auf der Trupbacher Heide. Auf der von der EU unter Schutz gestellten Fläche rollt an jenem Mittwoch ein ausgemusterter Panzer des Typs Leopard I, um gezielt Bodenverwundungen zu verursachen. Dadurch soll die voranschreitende Verbuschung und Ausbreitung des Waldes, Sukzession genannt, gestoppt werden, damit sich die Heide in bestimmten Bereichen wieder verjüngen kann.

Was zunächst nach schwerer Zerstörung aussieht, dient tatsächlich dem Erhalt der Artenvielfalt, wie Kreis Siegen-Wittgenstein, Bundesforstbetrieb Rhein-Weser, NRW-Stiftung und Biologische Station mitteilen.

tile Trupbach. Zu einer ungewöhnlichen Naturschutzmaßnahme kommt es am 27. Januar auf der Trupbacher Heide. Auf der von der EU unter Schutz gestellten Fläche rollt an jenem Mittwoch ein ausgemusterter Panzer des Typs Leopard I, um gezielt Bodenverwundungen zu verursachen. Dadurch soll die voranschreitende Verbuschung und Ausbreitung des Waldes, Sukzession genannt, gestoppt werden, damit sich die Heide in bestimmten Bereichen wieder verjüngen kann.

Was zunächst nach schwerer Zerstörung aussieht, dient tatsächlich dem Erhalt der Artenvielfalt, wie Kreis Siegen-Wittgenstein, Bundesforstbetrieb Rhein-Weser, NRW-Stiftung und Biologische Station mitteilen. Zahreiche Tier- und Pflanzenarten, darunter Exemplare von der roten Liste der bedrohten Arten, sind auf die nur selten vorkommenden Rohbodenstandorte wie eben in Trupbach angewiesen, da sie auf herkömmlich bewirtschafteten oder nährstoffreichen Wiesen sowie im Wald neben konkurrenzstärkeren Arten nicht überleben können.

Betretung abseits der Wege nicht erlaubt

Zwischen 1936 bis 2004 diente die Trupbacher Heide als Truppenübungsplatz, durch diese militärische Nutzung wurden dem Boden Nährstoffe entzogen und der Untergrund verdichtet, wodurch die günstigen Bedingungen für viele Arten überhaupt erst geschaffen wurde. Dieser Vorgang soll im Kleinen nun wieder "simuliert" werden, kündigte Bundesförster Jonathan Wende an. Bereits 2014 kam hier ein privater Panzer aus Kreuztal zum Einsatz. Auch der Nabu begrüßte damals die Vorgehensweise.

Durch die angekündigte Einzelmaßnahme kann es in dem beliebten Naherholungsgebiet in der kommenden Woche zu Einschränkungen kommen, entsprechende Hinweisschilder sollen laut Kreisverwaltung noch aufgestellt werden. Die Untere Naturschutzbehörde weist darauf hin, dass die Trupbacher Heide ungeachtet dieses außergewöhnlichen Eingriffs in Flora und Faune generell nur auf den vorgegebenen Wegen betreten werden darf, abseits der Pfade ist dies nicht erlaubt.

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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