Leskowitz wurde verabschiedet

 Die Schirmherrin der Internationalen Musikfestwoche, IKH Prinzessin Benedikte (3. v. l.), Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann (3. v. r.) und der Vorstand der Kulturgemeinde (Bettina Born, 2. v. r., und Christoph Haupt, r.) um Vorsitzenden Otto Marburger (l.) verabschiedeten den langjährigen künstlerischen Leiter der Musikfestwoche, Luz Leskowitz (2. v. l.). Foto: gmz
  • Die Schirmherrin der Internationalen Musikfestwoche, IKH Prinzessin Benedikte (3. v. l.), Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann (3. v. r.) und der Vorstand der Kulturgemeinde (Bettina Born, 2. v. r., und Christoph Haupt, r.) um Vorsitzenden Otto Marburger (l.) verabschiedeten den langjährigen künstlerischen Leiter der Musikfestwoche, Luz Leskowitz (2. v. l.). Foto: gmz
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gmz - Am Sonntagabend ging die 42. Internationale Musikfestwoche auf Schloss Berleburg zu Ende. Es war ein denkwürdiger Abend, denn es war der letzte für den Gründungs-Leiter Luz Leskowitz. Der Geiger hätte, wie er in seinen Abschiedsworten betonte, gerne noch bis zur 45. Festwoche weitergewirkt, aber „einige heißen mich nicht mehr willkommen“, um in Bad Berleburg eine Festwoche zu gestalten oder auch nur Musik zu machen. Wie berichtet hatte der Vorstand der ausrichtenden Kulturgemeinde Bad Berleburg mehrheitlich, wenn auch nicht einstimmig, dafür plädiert, Luz Leskowitz die künstlerische Leitung der Musikfestwoche zu entziehen.

Luz Leskowitz war die Enttäuschung darüber verständlicherweise anzumerken, Aber sie hinderte ihn nicht daran, der Schirmherrin, IKH Prinzessin Benedikte, zu danken, und an ihre Schwiegermutter, Fürstin Margareta, zu erinnern, unter deren Ägide die Musikfestwoche gegründet worden ist. Luz Leskowitz bedankte sich mit sehr persönlichen Worten für die Gastfreundschaft und die schönen Festwochen, dankte dem Publikum für seine Treue und den Musikern für die Musik, die übrigens am letzten Abend von besonderer Strahlkraft war. „Ich weiß nicht“, schloss er mit ironischer Bitterkeit, „ob ich ,Auf Wiedersehen‘ sagen soll“. Wenn es nach dem stehend applaudierenden Publikum ginge, hätte er das sicher gekonnt!

Otto Marburger, Vorsitzender der Kultugemeinde, hatte zuvor Luz Leskowitz und den Salzburger Solisten mit bewegten und bewegenden Worten gedankt und an die vielen schönen Konzerte mit der eindrucksvollen Riege berühmter und berühmt gewordener Solisten erinnert, die im Laufe der Jahre die Festwoche bereichert haben. Außerdem überreichte er dem Musiker ein „Erinnerungsbuch“, in dem die Konzertbesucher im Laufe der Woche Luz Leskowitz persönlich danken konnten, was auch in der Pause im Gespräch noch geschah. Luz Leskowitz gehöre, so Marburger, deshalb zur „Geschichte von Bad Berleburg“. Bürgermeister Bernd Fuhrmann hatte Luz Leskowitz in der Pause auch einen „Berleburger Becher“ überreicht. Aber nicht nur Erinnern gehöre zum Menschen, so Marburger, sondern auch Vergessen. Und das möge die Verletzungen betreffen, die der Abschied hervorgerufen habe. Das Gefühl der Dankbarkeit werde auf Seiten der Kulturgemeinde jedenfalls bleiben. Er versicherte Luz Leskowitz und allen Musikern, dass sie auf die Gastfreundschaft der Musikfreunde zählen könnten und überreichte Leskowitz einen bunten Sommerstrauß, der für die „vielen und bunten Erinnerungen“ stehe, die unvergessen blieben. – Der herzliche Applaus der Zuhörer versicherte Leskowitz und die Musiker der Richtigkeit dieser Feststellung!

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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