Innenrenovierung der ev. Kirche Neunkirchen
Lichtkreise leuchten

Mit vereinten Kräften wurden die Lichtkreise an ihren vorgesehenen Ort unterhalb der Dachkonstruktion gezogen.
  • Mit vereinten Kräften wurden die Lichtkreise an ihren vorgesehenen Ort unterhalb der Dachkonstruktion gezogen.
  • Foto: Ev. Kirchengemeinde Neunkirchen/Gottfried Bräuer
  • hochgeladen von Tim Lehmann (Redakteur)

sz Neunkirchen. Mit vereinten Kräften wurde jetzt der zweite Lichtkreis in der ev. Kirche Neunkirchen in seine Position gebracht. Damit ist die Innenrenovierung des Gotteshauses nach fast einem halben Jahr in die Abschlussphase gekommen. Mit einem Durchmesser von jeweils sechs Metern versetzt die neue Beleuchtung die Kirche in ein helles, aber blendfreies Licht. Die filigranen messingfarbenen Kreise nehmen sich in der Raumgestaltung zurück und modulieren zudem die Deckengestaltung. Mit modernem, warmem LED-Licht versehen, erhellen die beiden bisherigen Kronleuchter nun die Seitenemporen. Die dort ehemals befindlichen kleinen Kronleuchter spenden über der Eingangsempore Licht.

Helles Kirchenschiff

Reiner Fuchs, ehrenamtlicher Baukirchmeister der Kirchengemeinde, freut sich sichtlich: „Das vormals als eher dunkel empfundene Kirchenschiff ist nun hell und hat dennoch eine freundliche, warme Atmosphäre erhalten.“ Versteckt hinter Seitenpfeilern sind zudem zwei bewegliche Strahler angebracht worden, deren Licht über das Mischpult gesteuert werden kann. Nun lassen sich punktgenau die Kanzel, das Stehpult oder musikalische Veranstaltungen optimal ausleuchten, bei Bedarf auch farbig.
Die Beleuchtung des Gotteshauses ist nur ein Teil der umfänglichen Innenrenovierung. Auch die überwiegend überalterte Elektrotechnik musste komplett erneuert werden. Das erforderte umfangreiche Beiputzarbeiten im ganzen Bereich des Kirchraumes und der Treppenhäuser. Manche zusätzliche Arbeiten wurden erst während der Bauarbeiten entdeckt.

Denkmalschutz beachtet

Die gesamten Renovierungsarbeiten einschließlich des neuen Beleuchtungskonzeptes waren mit dem Denkmalschutz abzustimmen. Vor Baubeginn wurde ein Gutachten eingeholt, das die Kirche auf frühere Wandmalereien untersuchte. Gleichzeitig durchforschte man die Archive auf frühere Dokumente. Ein Foto, im Heimatmuseum Neunkirchen archiviert, zeigte eine aufwändige Gestaltung der Kanzelwand. Dieser Fund ermutigte die Kirchengemeinde, die Wandmalereien freilegen und restaurieren zu lassen.
Da die übrigen Wände mit mehrfachen, zum großen Teil für die Bausubstanz schädlichen Farbanstrichen versehen waren, wurde im Gutachten empfohlen, diese ganzflächig abzutragen. Zudem waren einige Putzflächen der alten Bausubstanz mit ungeeigneten Materialien beigebessert worden. Die zunächst kalkulierten Kosten reichen daher bei Weitem nicht aus.

Kosten steigen auf ca. 450.000 Euro

Ursprünglich waren für die Renovierung 300 000 Euro angesetzt, inklusive Beleuchtungskonzept sowie Anstricharbeiten der Wände. Der enorme Mehraufwand beim Abtragen der alten Farbschichten, die erweiterten Aufgaben bei der Elektoinstallation und die Neugestaltung der Kanzelwand hätten dazu geführt, dass die Gesamtkosten nunmehr auf rund 450 000 Euro geschätzt werden, teilt die Kirchengemeinde in einem Pressetext mit. Die genaue Abrechnung stehe noch aus. Die Kosten werden aus den Instandhaltungsrücklagen der ev.-ref. Kirchengemeinde Neunkirchen bestritten. An der Finanzierung beteiligt sich der Kirchenkreis Siegen mit einem Zuschuss von ca. 80 000 Euro aus dem Baufonds. Zudem hofft die Kirchengemeinde, dass Bürger und Firmen mit Spenden die Erhaltung und vielfältige Nutzung des ortsbildprägenden Gotteshauses unterstützen.

Begegnungsstätte aller Bürger

Nach der Außenrenovierung vor einigen Jahren und der Innenrenovierung sowie dem Einbau eines multifunktionalen Raumes stehe die ev. Kirche Neunkirchen für die nächsten Generationen gut gerüstet da, heißt es weiter. „Wenn ich mir etwas wünschen darf“, so Reiner Fuchs, „ist es, dass dieses Gebäude zu einer Begegnungsstätte für alle Neunkirchener Bürger wird.“

Im Rahmen des Gottesdienstes am 16. Juni sowie am 30. Juni beim Jubiläumswochenende „50 Jahre Großgemeinde Neunkirchen“ können sich Interessierte ein Bild von den Instandsetzungsarbeiten machen.

Autor:

SZ Redaktion aus Siegen

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