Lindenberger Besen kehren gut

SKV-Leisten im pausenlosen Räumeinsatz / Kunststoff-Profis profitieren von Nischenlösungen

ch Lindenberg. Am vergangenen Wochenende: Einsatz vor Mainhattan. Neuschnee-Alarm. Seit Stunden fallen Flocken vom Himmel, nun gilt es binnen Minuten, das Rollfeld des Frankfurter Flughafens von dem Weiß und dem Eis zu befreien. Schon rücken Dutzende der Räumfahrzeuge mit ihren Pflügen und rotierenden Besen aus. Es gibt jede Menge Arbeit. Für Mensch und Maschine. Und damit letztere nicht versagt, setzen die Fraport-Räumer auf Speziallösungen – u.a. auf Besenleisten der SKV Kunststoffverarbeitungs GmbH, Lindenberg.

Ein kleines, aber feines Detail. Zugleich für die Südwestfalen ein bedeutendes: Mit derartigen Komponenten aus so genannten Thermoplasten haben die Kunststoffverarbeiter im letzten Jahr 4 Mill. Euro Umsatz brutto erwirtschaftet. Plastik, gespritzt oder tiefgezogen, für Profis: »Wir fertigen von der Miniserie bis zur kompletten Bauteilgruppe«, erklärt Franz-Heinrich Hoof, geschäftsführender SKV-Gesellschafter. Der Betrieb wurde 1961 gegründet, seit 1977 hat er seinen Firmensitz in Lindenberg. Hier stellen heute 33 Mitarbeiter auf 3000 Quadratmetern Produktionsfläche Kunststoffteile her. Für die Automobilzulieferer, die Heizungsbauer, den Freizeitsektor und den Maschinenbau sowie für die Luftfahrt- und die Landmaschinen-Industrie in Deutschland. Dazu gehören zum Beispiel Motorverkleidungen für Traktoren ebenso wie Abfluss-Komponenten in den Nasszellen des neuen Airbus A380 etwa. Rund 250 Tonnen Thermoplasten im Jahr werden so verarbeitet.

Gefertigt werden vor allem Teile, »die Köpfchen verlangen«, sagt Hoof. Schließlich sei der Wettbewerb wegen der »Billigindustrie« in Osteuropa und Asien knallhart, bei den Preisverhandlungen um Massenware werde um jeden Cent gerungen. Der Mittelständler muss daher permanent die Kosten senken und die Investitionen in Entwicklung und Fertigung erhöhen. Die Einsparungen: Längst kauft SKV weltweit ein, vor allem Komponenten für den eigenen Werkzeugbau werden im Ausland bezogen. Die Ausgaben: Regelmäßig steckt Hoof Geld in den Maschinenpark – 2005: 170000 Euro für eine neue Spritzguss-Maschine – und in Weiterbildung. Denn die Beschäftigten müssen mit Nischenentwicklungen Marktlücken suchen und finden. Dazu zählen eben auch die Lindenberger Besenleisten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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