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Illegaler Waffenbesitz
Linken-Politiker vor Gericht

juka Siegen. Weil er mutmaßlich Zugang zu Waffen, Einsteckläufen und Munition hatte, obwohl ihm seit 2012 die Berechtigung dafür fehlte, muss sich ein Kommunalpolitiker der Partei „Die Linke“ aus dem Kreis Olpe vor dem Siegener Landgericht verantworten. Das Amtsgericht Lennestadt hatte den 57-Jährigen im Juni des vergangenen Jahres wegen dieses Vergehens zu einer Geldstrafe von 2400 Euro verurteilt, dagegen war der Mann allerdings in Revision gegangen.

Dass die Polizeibeamten 2019 bei einer Durchsuchung eine Repetierbüchse, mehrere Schachteln Munition und zwei Einsteckläufe in einem für den Beschuldigten zugänglichen Schrank des im gleichen Haus wohnenden Vaters gefunden hatten, konnte sich der Politiker beim Auftakt am Mittwoch nicht genau erklären.

juka Siegen. Weil er mutmaßlich Zugang zu Waffen, Einsteckläufen und Munition hatte, obwohl ihm seit 2012 die Berechtigung dafür fehlte, muss sich ein Kommunalpolitiker der Partei „Die Linke“ aus dem Kreis Olpe vor dem Siegener Landgericht verantworten. Das Amtsgericht Lennestadt hatte den 57-Jährigen im Juni des vergangenen Jahres wegen dieses Vergehens zu einer Geldstrafe von 2400 Euro verurteilt, dagegen war der Mann allerdings in Revision gegangen.

Dass die Polizeibeamten 2019 bei einer Durchsuchung eine Repetierbüchse, mehrere Schachteln Munition und zwei Einsteckläufe in einem für den Beschuldigten zugänglichen Schrank des im gleichen Haus wohnenden Vaters gefunden hatten, konnte sich der Politiker beim Auftakt am Mittwoch nicht genau erklären. Der Hinweis, dass der 57-Jährige Zugang zu diesen Dingen haben könnte, kam laut eines Polizisten übrigens aus dem direkten Umfeld der ehemaligen Lebensgefährtin des Angeklagten.

Keine Waffenbesitzkarten mehr

Das große Problem für den Mann aus dem Kreis Olpe dabei: Seit 2012 durfte er einen solchen Zugang nicht mehr haben, weil er seine beiden Waffenbesitzkarten abgeben musste.

Seine Waffen übergab der ehemalige Jäger damals nach eigener Aussage an einen Bekannten, gelagert wurden diese größtenteils aber in einem separaten Waffenschrank in der Wohnung des Vaters des 57-Jährigen, einzig die Schlüssel wechselten den Besitzer. Eine soweit ordnungsgemäße Vorgehensweise, hätte nicht eine der Waffe inklusive der Einsteckläufe und der Munition den Weg in den anderen Schrank gefunden, der auch für den Politiker zugänglich war.

Keine Berechtigung für Waffenbesitz

„Ich kann es mir nur so erklären, dass die Repetierbüchse mit dem Luftgewehr meines Vaters verwechselt wurde, als mein Bekannter da war. Die sehen sich ähnlich“, versuchte der Angeklagte, das Geschehene zu rekonstruieren, stieß mit seiner Version aber auf wenig Verständnis bei der Strafkammer. „Sie hatten keinerlei Berechtigung, Waffen oder Munition zu besitzen“, stellte Richterin Bärbel Hambloch-Lauterwasser klar. Zumal Munition auch im Abstellraum und der Kommode gefunden wurde, was der Angeklagte auf den nicht gerade reibungslosen Ablauf der Trennung von seiner ehemaligen Lebensgefährtin und den damit verbundenen Stress zurückführte. „Ich habe damals nicht sorgfältig genug gehandelt. Das würde ich heute anders machen“, zeigte sich der 57-Jährige immerhin einsichtig.

Dass ihm die strafrechtliche Relevanz der Einsteckläufe dagegen nicht bewusst gewesen sein will, wollte ihm die Richterin aber nicht abkaufen. „Sie waren von 1980 bis 2012 Jäger. Da erwarte ich gewisse Kenntnisse“, so Hambloch-Lauterwasser. Die Verhandlung soll im Juli fortgesetzt werden.

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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