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Unglinghausener evakuiert / Bundeswehr-Bestände (Update Sonntag, 14 Uhr)
LKA stellt Sprengstoff sicher

Das LKA transportierte das  gefährliche Gut ab. Die Ermittlungen  dauern an.
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bjö Unglinghausen.  Eine große Portion Glück und Besonnenheit im richtigen Moment haben dazu geführt, dass am Samstagnachmittag ein Sprengstoff-Fund in Unglinghausen glimpflich ausging. Nachdem bei Erdarbeiten kurz nach Mittag auf einem Privatgrundstück in der Hellbergstraße ein fünf Liter fassender Eimer aufgetaucht war, dessen Inhalt als zündfähiger Sprengstoff identifizierbar war, endete das Gefahren-Szenario abends gegen 19.20 Uhr mit einer Entwarnung der Ordnungsbehörden: Zwei Mitarbeiter des Landeskriminalamts aus Düsseldorf hatten das Objekt samt Inhalt in ihre Obhut genommen.  Die Bewohner der umliegenden Häuser konnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, die Feuerwehr ihre Bereitstellung zurückfahren.

bjö Unglinghausen.  Eine große Portion Glück und Besonnenheit im richtigen Moment haben dazu geführt, dass am Samstagnachmittag ein Sprengstoff-Fund in Unglinghausen glimpflich ausging. Nachdem bei Erdarbeiten kurz nach Mittag auf einem Privatgrundstück in der Hellbergstraße ein fünf Liter fassender Eimer aufgetaucht war, dessen Inhalt als zündfähiger Sprengstoff identifizierbar war, endete das Gefahren-Szenario abends gegen 19.20 Uhr mit einer Entwarnung der Ordnungsbehörden: Zwei Mitarbeiter des Landeskriminalamts aus Düsseldorf hatten das Objekt samt Inhalt in ihre Obhut genommen.  Die Bewohner der umliegenden Häuser konnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, die Feuerwehr ihre Bereitstellung zurückfahren. Die Polizei erläuterte, dass nach dem Fund zunächst Anzeige gegen Unbekannt gestellt werde.

Hochexplosives im Fünf-Liter-Eimer

Die Maschinerie eines reibungslos verlaufenen Miteinanders von Polizei, Ordnungsamt  und Bezirksregierung kam nach einem Anruf der Besitzer des letzten Hauses in der Hellbergstraße, einer Sackgasse im Oberdorf, in Gang: Sie und weitere Helfer hatten auf ihrem Grundstück eine alte Gartenhütte abgebrochen und waren mit Erdarbeiten beschäftigt, als sie im Erdreich unter dem einstigen Standort der Hütte einen mit einem Deckel verschlossenen Eimer entdeckten: Sie hoben ihn ab und sahen sich offensichtlich mit einer größeren Menge Sprengstoff konfrontiert.
Die kurze Zeit später vor Ort eintreffende Polizei zog das Netphener Ordnungsamt hinzu. Sebastian Reh, am Samstag als Rufbereitschaft des Ordnungsamts vor Ort, nahm Kontakt mit der Bezirksregierung auf, schickte über einen Meldekopf Fotos vom Fund an den Kampfmittelbeseitigungsdienst.

Keine Weltkriegsmunition

Der verwies, da es sich offensichtlich nicht um Weltkriegsmunition, sondern um Sprengstoff aus dem Bereich der Bundeswehr handelte, auf einen Verbindungsbeamten der Bundeswehr sowie an das Landeskriminalamt. Schließlich traf am frühen Samstagabend ein Spezialfahrzeug des LKA Düsseldorf in Unglinghausen ein. Mittlerweile hatten Ordnungsamt und Polizei im Rahmen eines Amtshilfeersuchens auch die Feuerwehr hinzugezogen: Die Löschgruppe Unglinghausen unterstützte die Evakuierung der umliegenden Häuser.   22 Bewohner waren von der Evakuierung theoretisch betroffen, allerdings befanden sich nur acht vor Ort. Eine Person nutzte das Angebot, zwischenzeitlich im Feuerwehrgerätehaus Unglinghausen unterzukommen. Andere Nachbarn versammelten sich auf einem Grundstück außerhalb des Gefahrenbereichs und warteten ab.

Früherer Bewohner  "als Terrorverdächtiger" bekannt?

Wie vor Ort zu erfahren war, hat es mehrere Vorbesitzer des Hauses gegeben, auf dessen Grundstück der brisante Fund am Samstag zu Tage trat. Ein männlicher Vorbesitzer, der bereits vor 13 Jahren in hohem Alter verstorben sei, sei als Terrorverdächtiger bekannt gewesen. Auch habe es, so wusste man im Ort, bei ihm vor Jahrzehnten einen Polizeieinsatz gegeben. Erzählungen machten die Runde, der Mann habe früher einmal sogar mit einer Panzerfaust vor der Polizei gestanden. „Man weiß nur, dass er schon mal mit Waffen zu tun hatte“, so eine Stimme aus Unglinghausen.

Die Suche geht wohl weiter

Inwiefern der aktuelle Sprengstoff-Fund in Zusammenhang mit diesem Vorbesitzer stehen könnte, blieb indes Spekulation. Klar ist, dass nicht nur die Grundstückseigentümer ein Interesse daran haben zu erfahren, ob der nun geborgene und von der Polizei zu weiteren Untersuchungen mitgenommene Fund der einzige dieser Art bleiben wird. Die Sperrung des Fundorts jedenfalls hoben die Ordnungsbehörden am Samstagabend auf.  Sebastian Reh sicherte zu, im Netphener Rathaus klären zu lassen, ob und welche weiteren Maßnahmen geschehen sollten, um sicherzugehen, dass sich kein weiterer Sprengstoff auf dem Grundstück befinde.

Autor:

Björn Hadem aus Siegen

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