Lösung für den Eins-A rückt näher

 Das ehemalige Einkaufszentrum des Eins-A-Marktes steht vor einer tiefgreifenden Neustrukturierung. Wie die genau aussieht, darüber diskutieren die Verantwortlichen derzeit noch. Archivfoto: Björn Weyand
  • Das ehemalige Einkaufszentrum des Eins-A-Marktes steht vor einer tiefgreifenden Neustrukturierung. Wie die genau aussieht, darüber diskutieren die Verantwortlichen derzeit noch. Archivfoto: Björn Weyand
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

tika - Momentan sind es nur Bilder in Köpfen. Die aber hätten Dieter Gawron und Jörg Ennenbach längst gerne umgesetzt. „Es ist eine Hängepartie – und das liegt nicht an uns. Wir warten auf ein Signal aus Politik und Verwaltung“, konstatierte Jörg Ennebach auf Anfrage der SZ. Der Projektplaner rund um die Neugestaltung des ehemaligen Eins-A-Geländes in Bad Berleburg wartet ebenso auf grünes Licht wie Eigentümer Dieter Gawron. Das Duo selbst hat seine Hausaufgaben gemacht: Eine Abrissgenehmigung für den Komplex liegt vor, alle Vorbereitungen sind getroffen. „Der Bebauungsplan muss angepasst werden, vorher brauchen wir nicht anfangen“, brachte es Jörg Ennenbach auf den Punkt.

Seit gut anderthalb Jahren sind die Verantwortlichen in der Planungsphase. „Es ist traurig, dass man nach dieser Zeit nicht weiter ist als jetzt“, haderte der Projektplaner von der Gecon Immobilien und Consulting GmbH aus Troisdorf. Mit dem Discounter-Konzern Lidl sind sich die Verantwortlichen bereits seit längerer Zeit einig – die Kette soll in dem neuen Gebäude auf gleich zwei Etagen einziehen. „An uns soll es nicht liegen, wir stehen Gewehr bei Fuß. Die Einigung mit Lidl besteht weiterhin, aber der Konzern wird auch unruhig. Die Situation ist grundsätzlich unbefriedigend, wir würden gerne weitermachen“, machte Jörg Ennenbach Druck.

Den Eindruck, dass die Fronten zwischen Planer und Eigentümer auf der einen und Verwaltung auf der anderen Seite verhärtet sind, will er allerdings keinesfalls aufkommen lassen. „Wir sind weiterhin im Gespräch und alles andere als auseinander, aber wir müssen abwarten. Wir stehen in den Startlöchern“, machte der Projektplaner deutlich. Dennoch, an eine schnelle Lösung glaubt er nicht. Weil der Spielhallenbetreiber, der derzeit noch in dem Gebäudekomplex ist, noch keine neue Unterkunft im Stadtgebiet gefunden hat, hat Eigentümer Dieter Gawron den Mietvertrag noch einmal – anders als ursprünglich geplant – um zwei Monate verlängert. „Danach ist definitiv Schluss, das war dann die letzte Verlängerung“, erklärte Jörg Ennenbach vielsagend.

Ungleich positiver betrachtet Wolfgang Acker-Marx die Situation. „Wir sind in Abstimmungsgesprächen. Wenn Substanz da ist und wir wissen, welche Nutzungsmöglichkeit durch die Maßnahme entstehen, können wir den Weg weitergehen“, sagte der Dezernent für Planen, Bauen, Wohnen der Stadt Bad Berleburg. Die Verwaltung steht grundsätzlich hinter den Planungen von Dieter Gawron und Jörg Ennenbach, allerdings will sie eine Alleinnutzung durch den Discounter-Konzern verhindern. „Wir wollen einen Nutzungsmix auf das Gelände bringen, um auf diese Weise mehr Leben in diesen Teil der Stadt zu bringen“, erklärte Wolfgang Acker-Marx. Diesen „Nutzungsmix“ soll nun Eigentümer Dieter Gawron konkret formulieren.

„Bevor es weitergeht, müssen die Konzepte vorliegen. Und da sind wir gerade in einer interessanten Phase“, konstatierte der Baudezernent der Kurstadt. Bereits in der Vergangenheit hatten Politik und Verwaltung bekräftigt, dass das Areal ausschließlich für einen Lidl-Markt nicht zur Verfügung steht. Vielmehr sollte selbiger ein Teil des Konzepts sein, um ein Gegengewicht zu den Einkaufszentren am Nordknoten zu sein. Zugleich erhoffen sich die Verantwortlichen eine höhere Frequentierung des angrenzenden Wochenmarktes, sollte im Süden künftig ein derartiges Zentrum entstehen.

Eigentümer Dieter Gawron und Projektplaner Jörg Ennenbach wollen den alten 5500 Quadratmeter großen Komplex aus den 1980er Jahren abreißen und neu errichten. Die Verträge mit der Stadt Bad Berleburg sehen dabei allerdings vor, dass das vorhandene Parkhaus bestehen bleiben muss. Selbiges soll nicht nur Kunden, sondern weiterhin auch Besuchern des Bürgerhauses Parkraum bieten.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen