Lösungen für vakante Pfarrstellen

 Schon seit zwei Jahren hat Kerstin Grünert den Talar in Erndtebrück an, wie hier beim Gemeindefest vor anderthalb Wochen. Das Presbyterium hat sich jetzt einstimmig dafür entschieden, dass sie als einzige Kandidatin für eine 100-Prozent-Pfarrstelle in Erndtebrück präsentiert wird. Foto: Kirchenkreis
  • Schon seit zwei Jahren hat Kerstin Grünert den Talar in Erndtebrück an, wie hier beim Gemeindefest vor anderthalb Wochen. Das Presbyterium hat sich jetzt einstimmig dafür entschieden, dass sie als einzige Kandidatin für eine 100-Prozent-Pfarrstelle in Erndtebrück präsentiert wird. Foto: Kirchenkreis
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sz - Vor zwei Jahren hat die Evangelische Kirche von Westfalen den Korridor der Gemeindegliederzahlen um 250 hochgesetzt, so dass es heute zwischen 2500 und 3000 Gemeindeglieder pro Pfarrstelle sein sollen. Gleichzeitig schmilzt die Landeskirche in Bielefeld die zusätzlichen sieben Pfarrstellen, die sie für den Evangelischen Kirchenkreis Wittgenstein wegen der ländlichen Siedlungsstruktur und der weiten Wege hier finanzierte, Schritt für Schritt auf künftig drei herunter.

Genau in diese Situation hinein haben mit Oliver Günther und Stefan Turk sowohl in der Feudinger als auch in der Erndtebrücker Kirchengemeinde zwei Pfarrer ihre Pfarrstellen verlassen. Die Analyse der Ist-Zahlen hat in beiden Orten ergeben, dass hier die Gemeindegliederzahl nicht mehr für zwei volle Pfarrstellen ausreichen. Die Erndtebrücker hatten zum Jahresende 2014 noch 3962 Gemeindeglieder, die Oberlahntaler Kirchengemeinde noch 3521. Auch wenn die Tendenzen schon länger bekannt sind, so war diese konkrete Aussage des Kreissynodalvorstands für die beiden Presbyterien ein heftiger Schlag.

Nun liegt ein Vorschlag für das obere Lahntal vor: Pfarrer Oliver Lehnsdorf soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt Inhaber der ersten Pfarrstelle werden, so dass dann die zweite die unbesetzte ist. Diese möge zum nächstmöglichen Zeitpunkt für einen 50-Prozent-Dienst und zur Wiederbesetzung durch Gemeindewahl freigegeben werden. In Ergänzung dazu hat das Landeskirchenamt dem Kirchenkreis die Einrichtung einer siebten Kreispfarrstelle in der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit in Aussicht gestellt, die auch im 50-Prozent-Umfang wahrgenommen werden soll. So besteht die Hoffnung, für die beiden Hälften, die zusammen eine ganze Stelle ergeben, gemeinsam einen Interessenten oder eine Interessentin für Feudingen und Wittgenstein zu finden.

Da ist die Erndtebrücker Situation einfacher. Denn sie haben Kerstin Grünert ja schon seit längerer Zeit. Nach ihrer Elternzeit für das zweite Kind arbeitet die Pfarrerin seit September 2013 in der Kirchengemeinde. Als Synodalvikarin kam sie in die Gemeinde. In seiner jüngsten Sitzung hat sich das Erndtebrücker Presbyterium einstimmig dafür ausgesprochen, dass Kerstin Grünert als einzige Kandidatin für die 100-Prozent-Pfarrstelle präsentiert wird.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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