Machbar: Medizinstudium in Siegen

 Eine medizinische Fakultät in Siegen? Unirektor Holger Burckhart hält diese Idee nicht für abwegig. Archivfoto: sos
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hema Im Rahmen eines Symposiums zu Ehren des 60. Geburtstags von Prof. Dr. Joachim Labenz kamen Mediziner aus ganz Deutschland im Arthur-Woll-Haus in Siegen zusammen, um sich in Kurzvorträgen über aktuelle Entwicklungen in der klinischen Medizin und das Zusammenspiel von Medizin und Ökonomie auszutauschen. Wichtiges Gesprächsthema war u.a. die Frage, ob in Siegen künftig medizinische Studiengänge angeboten werden können und sollen. Holger Burckhart, Rektor der Universität Siegen, sprach sich in seinem Plädoyer dafür aus: „Wir trauen uns zu, eine medizinische Fakultät anzustreben“.

Am Anfang eines solchen Vorhabens müsse aber die „authentische Sorge“ um und für die Menschen stehen, die ein solches Studium wollen, und jene, die von den Absolventen irgendwann profitieren würden, führte der Rektor weiter aus. Ein solches Projekt müsse von der gesamten Region mit einem klaren „Ich will!“ getragen werden. Dann könne eine medizinische Fakultät, die regional Verantwortung übernehme und nach internationalen Standards lehre, realisierbar sein.

Dass Siegen Forschung und Lehre in Medizin betreiben kann, beweist der Studiengang „Medizinische Informatik“ der heimischen Hochschule. Seit dem Jahr 2012 kann der Studiengang, der ein vollwertiges Informatikstudium mit Einblicken in die Arbeitswelt der Medizin sowie vertiefenden Praxisteilen bietet, an der Universität studiert werden. Labenz, der selbst als lehrender Professor in dem Studiengang tätig ist, lobte die „wunderbare Zusammenarbeit“ der Universität und der hiesigen Krankenhäuser.

Für Labenz ist die Aus- und Weiterbildung junger Ärzte eine Herzensangelegenheit. Deshalb wünschte sich der Jubliar, der als Chefarzt der Inneren Medizin am Diakonie Klinikum Jung-Stilling mehr als 100 000 Patienten aus der Region behandelt hat, die Etablierung einer medizinischen Fakultät an der Uni Siegen – „denn der Ärztemangel ist auch im Siegerland angekommen.“ Der in Hamm aufgewachsene Internist, der 1997 als Chefarzt des Jung-Stilling-Krankenhauses ins Siegerland kam, fühlt sich der Region sehr verbunden und möchte ihr etwas zurückgeben. Die von ihm und seiner Frau gegründete „Gisela und Joachim Labenz Stiftung zur Förderung des Medizinnachwuchses im Siegerland“ vergibt daher Stipendien für Medizinstudenten aus der Region.

An seinem Geburtstag verzichtete der Vorsitzende und Präsident zahlreicher Gesellschaften, Forscher, Publizist, Gutachter und Buchautor denn auch gerne auf persönliche Geschenke und wünschte sich Unterstützung für die Stiftung. Eine Studentin, deren medizinisches Studium mit den Spenden finanziert werden könne, sei auch schon in Aussicht, verriet Labenz.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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