Magisch und gespenstisch

Anne Wylie präsentierte »Songs and Sounds of Ireland«

vg Siegen. Wer am Sonntagabend die Lust nach magischer, ursprünglicher Musik verspürte, war beim Konzert der Anne-Wylie-Band im Medien- und Kulturhaus Lÿz am richtigen Ort. Die dreiköpfige Gruppe faszinierte mit eindrucksvoller Spielkunst und unverwechselbarem Gesang, der, von Sängerin Wylie getragen, von Anbeginn fesselte.

Gleich mit »Nora«, dem ersten Stück, bewiesen Anne Wylie (Gesang, Gitarre, Djembe), Florian King (Irish Bouzouki, Percussion) und Henrik Mumm (6-String, Fretless, Double-Bass, Percussion) ihr Können. Annes Stimme schwebte über dem Ganzen in Lieblichkeit und Stärke, während Florian King und Henrik Mumm an ihren Saiteninstrumenten wetteiferten. Überwiegend griff Anne Wylie mit ihren »Songs and Sounds of Ireland« auf das kulturelle Erbe ihrer keltischen Vorfahren zurück, wobei die Muttersprache des irischen Volkes, das Gälisch, besonders wirkungsvoll zu der zauberischen instrumentalen Begleitung passte. Es ging mitunter sehr rhythmisch zu, tänzerisch und ausgelassen, dann wieder sanft und melancholisch – immer am Folk orientiert, aber auch an Jazz, Pop und Ethno.

Mit »An Seanduine Doite« hatte die Gruppe ihre Zuhörer schließlich ganz in eine andere Welt entführt, wo dahin fliehende Töne, irrwitziges Saitenspiel und faszinierender Gesang in einem harmonischen Ganzen gipfelten. »Silver Apples of the Moon«, die Vertonung eines irischen Gedichts, versprach ein wahres Gänsehautgefühl. Da ging es um dunkle Nächte, finstere Wälder und letztlich auch um ein Gespenst: eine Stimme in der Dunkelheit, eine seltsame Frauengestalt, die plötzlich, so wundersam wie sie erschienen ist, mit einem Mal zwischen den Bäumen hindurch, dem nahenden Licht des Morgens entgegen eilt und wieder verschwindet.

Anne Wylie gelang es, ihr Publikum nicht allein durch den Gesang zu fesseln: Sie führte durch das Konzert und leitete manches Lied mit einfühlsamen, aber auch unterhaltenden Beschreibungen ein. Die Lieder aus einer scheinbar längst vergessenen Zeit verfehlten bei ihren Zuhörern nicht ihre Wirkung. Ob lieblich Kindliches, traurig Melancholisches oder entfesselt Rhythmisches – immer wieder stand bei dem Konzert eine besondere Magie der Töne im Vordergrund. Das Publikum war äußerst begeistert.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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