CDU zum Breitbandausbau
"Manifestierung des Hinterhereilens"

sz Kreuztal. „Der Breitbandausbau im Kreis Siegen-Wittgenstein schafft eine infrastrukturelle Basis, die auf einer Technologie basiert, die mittlerweile über zwölf Jahre alt ist (VDSL) und in eine technologische Sackgasse führt. Dies beginnt man mittlerweile auch in Regierungskreisen und sogar bei der Telekom zu erkennen. Deswegen ist die neu geschaffene Infrastruktur keine Investition in die Zukunft, sondern lediglich die Manifestierung des Hinterher-Eilens, ein Aufholen der Technologie der Vergangenheit.“ Mit diesen Worten reagiert der CDU-Stadtverband Kreuztal auf die Berichterstattung über ein Pressegespräch zum Abschluss des Breitbandausbaus in Hadem und Vormwald. Landrat Andreas Müller hatte sich dabei u. a. darüber gefreut, dass man sich vor gut anderthalb Jahren auf den Weg zum Ausbau der Infrastruktur gemacht habe und bis Mitte kommenden Jahres 98 Prozent aller Haushalte im Kreis über einen schnellen Anschluss verfügen sollten.
Helge Weyand, laut Pressemitteilung IT-Experte der Kreuztaler Union: „Die Telekom wird im Jahr 2020 den FTTC-Ausbau für beendet erklären und nur noch FTTH (Glasfaser bis ins Haus) ausbauen. Wie will man das den Bürgern im Kreis mit dem tollen, neu geschaffenen Breitbandnetz erklären? Müssen wir hier in Siegen-Wittgenstein jetzt wieder zwölf Jahre warten, bis endlich in zukunftsweisende Breitbandtechnik investiert wird?“
Jegliche kupferbasierte Technik sei ausgereizt, da die gegenseitigen Beeinflussungen der Leitungen mit zunehmenden Bandbreiten so groß werden, dass irgendwann eine physikalische Grenze erreicht sei. Deswegen bleibe nur der Umstieg auf FTTH (Datenübertragung auf optischer Basis).
„Bei eben diesem Umstieg sind alle gefragt. Was nützt es den Telekommunikationsunternehmen, wenn der deutsche Michel ein Umgraben seines Vorgartens fürchtet und deswegen einen Ausbau torpediert? Nebenbei, Glasfaserkabel werden per Erd–rakete verlegt. Außer zwei kleinen Kopflöchern sind in der Regel keine Beeinträchtigungen zu erwarten.“, so Weyand, der weiter feststellt, dass Vormwald mitnichten flächendeckend mit „>=30 Mbit/s“ versorgt sei. „Ein Beispiel ist die Straße „Am Steimel“, wo teilweise nur 25 Mbit/s verfügbar sind. Und diese Straße gilt als ausgebaut durch die Telekom. Es ist sicherlich so, dass der jetzige Stand eine Verbesserung darstellt, man jedoch bei Weitem nicht davon sprechen kann, dass der Ausbau einer zukunftssicheren und nachhaltigen Breitbandinfrastruktur als abgeschlossen bezeichnet werden kann“, so Weyand.

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Redaktion Siegen aus Siegen

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