Marie ist in die Falle gegangen

 Maries Tour durch die Siegerländer Wälder ist jetzt Geschichte. Archivfoto: damo

damo - Maries Tour durch die Siegerländer Wälder ist vorbei: Die Luchsdame ist am Freitag gegen 16 Uhr in Oberschelden in die Falle gegangen. Von dort ist sie – mitsamt der Falle – zurück zum Tierpark Niederfischbach gebracht und in ihr altes Gehege gesetzt worden.

Lucas, der zweite Luchs des Parks, hat Maries Rückkehr kalt gelassen: „Außerhalb der Ranzzeit interessiert ihn das nicht sonderlich“, sagt Tierpark-Pressewart Peter Merzhäuser. Sein Desinteresse hat Lucas aber ziemlich exklusiv: Am Freitagabend gab’s im Tierpark viele zufriedene Gesichter.

„Wunderbar, dass Marie wieder da ist“, freute sich Vorsitzender Viktor Fieber: „Denn der Ort zwischen Siedlung und Autobahn war denkbar schlecht.“ In der Tat hatten sich die Tierpark-Helfer in den vergangenen Tagen große Sorgen gemacht, dass Marie zum Verkehrsopfer werden könnte: Immer wieder war sie auch auf Straßen gesichtet worden.

Zuletzt aber hatte sie sich ganz offensichtlich ein echtes Lieblingsplätzchen gesucht: In der Straße „Am Siegenberg“ in Oberschelden war sie in den vergangenen Tagen regelmäßig gesichtet worden. Ein Anwohner hatte sei täglich beobachten können, und er hat den Tierpark-Helfern auch den entscheidenden Tipp für den neuen Standort der Falle gegeben. Um 12.30 Uhr war die Falle gestern in der Lurzenbach abgeholt worden, wo sie seit einer Woche erfolglos gestanden hatte. Um 13 Uhr war sie dann auslösebereit am Ende der Straße „Am Siegenberg“ am Waldrand aufgebaut. Und keine drei Stunden später schnappte die Lebendfalle zu.

Das vermeldete die Falle übrigens per Handy: An der Lebendfalle ist ein mobilfunktauglicher Sensor namens „Trap Master“ befestigt, und er hat schließlich Alarm geschlagen. Der Anruf ging bei den Helfern vom Leichlinger Verein „Dogman – Tierhilfe“ ein. Die Ehrenamtler haben sich auf das Einfangen ausgebüxter Tiere spezialisiert und dem Tierpark ihre Hilfe angeboten. Und so waren sie gestern zum Umplatzieren der Falle angerückt und noch in Niederfischbach, als der lang ersehnte Anruf des „Trap Masters“ kam. Die „Dogman“-Aktiven fuhren sofort nach Oberschelden, kontrollierten die Falle und meldeten sich schließlich telefonisch bei Peter Merzhäuser: „Jackpot!“

Merzhäuser zeigte sich im Gespräch mit der SZ äußerst erfreut, dass die Ausreißerin eingefangen werden konnte. Das Tier ist laut Merzhäuser in einem erfreulichen Zustand – und sogar gut genährt. „Wir sind froh, dass das gut ausgegangen ist“, sagte Merzhäuser und betonte im selben Atemzug: „Es ist wirklich toll, dass so viele nette Leute so gut agiert haben.“ Damit meinte er nicht nur die „Dogman“-Helfer, sondern auch die örtlichen Jäger und Jagdpächter. Und natürlich auch die vielen Anrufer aus der Bevölkerung, die den Tierpark stets über Maries Reiseroute informiert hatten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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