Marita Berretz wird neue Königin

 Marita Berretz ist die künftige Schützenkönigin des Schießvereins Erndtebrück. Ihr Konkurrent Ulrich Meister (l.) sowie Steffen Busch trugen sie auf den Schultern, nachdem sie den Königsvogel am Fuchsrain zu Boden gebracht hatte. Foto: Björn Weyand
  • Marita Berretz ist die künftige Schützenkönigin des Schießvereins Erndtebrück. Ihr Konkurrent Ulrich Meister (l.) sowie Steffen Busch trugen sie auf den Schultern, nachdem sie den Königsvogel am Fuchsrain zu Boden gebracht hatte. Foto: Björn Weyand
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bw - „Man ist schon mal bekloppt!“ So kommentierte Marita Berretz am Donnerstagnachmittag ihren Gang zum Großkaliber-Gewehr, mit dem sie kurze Zeit später den prachtvollen Königsvogel des Schießvereins Erndtebrück zu Boden befördern sollte. In das Königsschießen waren insgesamt elf Kandidaten eingestiegen, bis zum Schluss blieben aber nur vier Bewerber im Rennen. Neben Marita Berretz wollten Ulrich Meister, Karl-Heinz Jung und Torsten Bald unbedingt die Nachfolge von Martina Haschke übernehmen.

Nach und nach nahmen sie den Königsvogel, wie üblich von Norbert Dietrich erbaut, Span für Span auseinander. Der vorentscheidende Schuss gelang Ulrich Meister – sein Volltreffer ließ einen guten Teil des Holzaars fallen und den Rest des Vogels nach unten hängen. Es sollte indes einige Schüsse dauern, bis der Vogel fiel. Im gleichen Moment war der Jubel von Marita Berretz groß, die vermutlich vor Jahresfrist noch nicht einmal ansatzweise einen Gedanken an die Königswürde verschwendet hatte. Damals sei sie ja noch nicht einmal Mitglied gewesen, wusste der Vorsitzende Günter Schmidt zu berichten. Doch dann ging alles schnell: Sie trat in den Verein, in dem ihr Ehemann Jürgen schon amtierender Kaiser ist, ein und dann auch noch in die Fußstapfen von Martina Haschke. Damit hat der Kaiser nicht nur eine Königin, sondern der Schießverein auch eine weitere Frau im höchsten Amt.

Trotz des miesen Wetters am Vatertag war die Stimmung am Fuchsrain bestens. Vom Dauerregen ließen sich die Schützen nicht abhalten und auch der ein oder andere Wanderer fand den Weg zum Vogelschießen. Günter Schmidt war daher nicht unzufrieden, auch wenn bei einem besseren Wetter sicher mehr Betrieb am Fuchsrain geherrscht hätte. „Die Zahl der Schützen, die mitschießen, ist ähnlich hoch wie im letzten Jahr“, meinte der 1. Vorsitzende. Damit war das Preisschießen gemeint, bei dem zuerst die Krone fiel – an Jochen Hering. Das Zepter sicherte sich Ulrich Meister, den Reichsapfel brachte Thomas Keller zu Boden.

Nicht nur Königin Marita Berretz sorgte für geballte Frauenpower im Schießverein. Den Preis der ehemaligen Könige sicherte sich Marion Bald, der Gästepreis ging an Angela Schreiber, obwohl eine Delegation des Schützenvereins Bermershausen mitmischte, und über den Damenpreis freute sich Cati Chagon. Spannend war der Wettkampf um die Flügel. Die linke Schwinge beförderte Thomas Roth zu Boden und die rechte fiel durch Andreas Hering. Die erfolgreichen Schützen wie auch viele leer ausgegangene Mitglieder feierten noch bis in die Abendstunden ausgelassen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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