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Musikstudenten gründen Unternehmen für “faire“ Kleidung
Marken-Logo statt Heavy-Metal-Kutte

Nachhaltige Kleidung der Studenten von Scientibus lässt sich nicht nur vielfältig kombinieren, sondern ist auch gut für den Menschen und den Planeten.
  • Nachhaltige Kleidung der Studenten von Scientibus lässt sich nicht nur vielfältig kombinieren, sondern ist auch gut für den Menschen und den Planeten.
  • Foto: Sarah Fischer
  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

oft Siegen. Kleidung mit mangelhafter Qualität, Retouren die verbrannt werden und Kleidungsstücke, die nie getragen im Schrank verstauben: All dem stellt sich Scientibus entgegen. Seit eineinhalb Jahren produzieren Thomas Kehren und sein Team nun nachhaltige Kleidung und können versichern: „An unseren Fingern klebt kein Blut“. Es war eine Idee, die vor gut drei Jahren bei einem Bierchen in der Studenten WG entstand und schnell viel mehr als das wurde, erzählte Thomas Kehren. Was erst als Aufnäher auf einer Heavy-Metal-Kutte landen sollte, wurde zum Marken-Logo und genug Freunde, um das ganze groß aufzuziehen, hatten sich schnell zusammengetan. „Wir hatten den ein oder anderen Kontakt in der Mode-Industrie, aber wir haben die Kontakte über Bord geworfen“, erzählte Thomas Kehren weiter.

oft Siegen. Kleidung mit mangelhafter Qualität, Retouren die verbrannt werden und Kleidungsstücke, die nie getragen im Schrank verstauben: All dem stellt sich Scientibus entgegen. Seit eineinhalb Jahren produzieren Thomas Kehren und sein Team nun nachhaltige Kleidung und können versichern: „An unseren Fingern klebt kein Blut“. Es war eine Idee, die vor gut drei Jahren bei einem Bierchen in der Studenten WG entstand und schnell viel mehr als das wurde, erzählte Thomas Kehren. Was erst als Aufnäher auf einer Heavy-Metal-Kutte landen sollte, wurde zum Marken-Logo und genug Freunde, um das ganze groß aufzuziehen, hatten sich schnell zusammengetan. „Wir hatten den ein oder anderen Kontakt in der Mode-Industrie, aber wir haben die Kontakte über Bord geworfen“, erzählte Thomas Kehren weiter. Das Team suchte sich Partner, um das in ihren Augen bestmögliche Fair-Fashion-Label zu gründen, das sich trotzdem jeder leisten kann.

Kontakt und Nähe zur Community wichtig

„Uns ist wichtig, dass das Geld dort ankommt, wo es auch ankommen soll, nämlich bei allen, die daran beteiligt waren, dass das Kleidungsstück so den Käufer erreicht und nicht bei einem einzelnen, der sich daran bereichert und dem das Leid des Rests der Welt egal ist“, betonte Philip Schultz. Die Wahrung der Rechte der Menschen und auch der Schutz der Umwelt sind ihnen ein großes Anliegen und die vorhandenen Zertifizierungen aus asiatischen Ländern nicht genug, um ihre Werte in der Kleidung widerspiegeln zu lassen. „Wir lassen in der EU produzieren, denn die europäischen Standards an beispielsweise die Arbeitsbedingungen und -zeiten sowie die Löhne sind höher. Außerdem ist der Transportweg kürzer und wir können das Ganze besser nachvollziehen. Momentan kommen unsere T-Shirts aus Portugal, bald aber aus Litauen, denn der Weg ist kürzer und wir können dann sogar die Fabrik auf den Wäscheeinnäher schreiben“, erklärte Philip Schultz. Ihnen sei der Kontakt und die Nähe zur Community sehr wichtig, deshalb haben sie sich auch für den Namen Scientibus entschieden, was eine Anspielung auf das lateinische „den Wissenden“ ist.

Kunden können abstimmen

Die Kunden können bei Scientibus selbst abstimmen, wie das nächste Kleidungsstück sein soll und die Studenten bringen die von der Community gewählten Teile in unter einem halben Jahr raus. Dadurch entstünde eine viel größere Identifikation mit den Kleidungsstücken und viel mehr Interaktion zwischen Produzenten und Konsumenten. In der Vergangenheit wurde ein Hoodie in bordeaux rot gewünscht, der nun fast restlos verkauft ist.

Auch für die Zukunft steht schon ein Kleidungsstück fest: ein olivgrünes T-Shirt mit dem Scientibus-Logo vor einer Regebogenflagge. Bei Scientibus sollen die Kleidungsstücke nach Möglichkeit vorbestellt werden, damit auch nur das produziert wird, was gebraucht wird. Die Marke bietet Basic T-Shirts und Hoodies an, die vielfältig kombinierbar sind, um eine ganze Menge Tragemöglichkeiten zu schaffen und viele fast-fashion-Teile zu ersetzen. Das es für sie nicht machbar ist, Kleidung, die ihre Werte vertritt, zum Preis eines „Industrie-T-Shirts“ zu verkaufen, das ist den Musikstudenten der Universität Siegen klar, sie kalkulieren so, dass es gerade so aufgeht. Die Gründer hoffen, Akzeptanz für den Preis schaffen zu können, besonders weil andere fair-fashion-Labels meist deutlich teurer seien und für Marken T-Shirts, die oft nicht fair produziert werden, die Menschen auch bereit seien eine Menge Geld auszugeben.

"Wir gehen weg vom Üblichen"

„Wir wünschen uns, dass nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualität geschaut wird, denn da achten wir sehr genau drauf, wir gehen weg vom Üblichen, haben unsere eigene Produktion, von der Naht über den Schnitt bis hin zur Verpackung. Alles haben wir selbst entworfen, vielen Labels ist das zu viel Aufwand aber wir machen es weil es uns wichtig ist“, erzählte Philip Schultz. Das Team möchte eine faire, aber auch moderne Alternative zu herkömmlicher Kleidung bieten, denn „jeder soll öko tragen können“, wie Thomas Kehren sagte, der fast nur noch Scientibus-Kleidung trägt.

Für die Zukunft planen die Studenten, Scientibus-Kleidung auch in Stores, die nachhaltige Ware verkaufen, in den großen deutschen Städten anzubieten. Die Kleidung und Philosophie der Marke lässt sich auf der Website www.scientibus.de oder auf Instagram und Facebook unter dem Namen solumscientibus finden.

Autor:

SZ Redaktion aus Siegen

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