Masern: Aufnahmestopp in Burbach

 Hunderte von Frauen, Männern und Kindern hängen derzeit in Burbach fest. Weil zwei Masernverdachtsfälle aufgetreten sind, müssen die Flüchtlinge und Asylbewerber in der Notunterkunft auf der Lipper Höhe ausharren. Archivfoto: Dirk Manderbach
  • Hunderte von Frauen, Männern und Kindern hängen derzeit in Burbach fest. Weil zwei Masernverdachtsfälle aufgetreten sind, müssen die Flüchtlinge und Asylbewerber in der Notunterkunft auf der Lipper Höhe ausharren. Archivfoto: Dirk Manderbach
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ch - Zudem sind in den vergangenen drei Tagen rund 700 Frauen, Männer und Kinder auf der Lipper Höhe geimpft worden. Sie dürfen die Einrichtung erste Ende kommender Woche verlassen. Die präventive Impfung wurde vom Gesundheitsamt des Kreises Siegen-Wittgenstein durchgeführt, wie das Kreishaus gestern auf SZ-Anfrage bestätigte. Weder die Kreisverwaltung (zuständig für das medizinische Thema) noch die Bezirksregierung Arnsberg (die für die Einrichtung zuständige Behörde) haben die Öffentlichkeit bislang über den Stopp oder über die ungewöhnliche Impfaktion in einer solchen Dimension informiert. Für die Bürger habe zu keinem Zeitpunkt irgendeine Gefahr bestanden, betonte die Kreisverwaltung mit Blick auf eine Impfquote gegen Masern von über 95 Prozent.

„Es hat in der Tat zwei Verdachtsfälle gegeben, die allerdings erst bekannt wurden, als die Personen Burbach bereits verlassen hatten“, erläuterte Renate Walkenhorst von European Homecare (Essen), dem Dienstleister, der sich im Auftrag des Bundes um die Flüchtlinge in der ehemaligen Kaserne kümmert. Bei einem Mann sei die hochansteckende Viruskrankheit, die normalerweise vor allem Kinder betrifft, diagnostiziert worden. Der Mann wird in einem Krankenhaus behandelt. Eine weitere Person habe sich vermutlich angesteckt.

Das Personal in der Notunterkunft habe sofort gehandelt „und alle notwendigen Schritte eingeleitet“, so Walkenhorst weiter. So wurde u. a. der Masernfall pflichtgemäß dem Kreisgesundheitsamt gemeldet. Keiner darf die Einrichtung verlassen, so lange er jemand anstecken könnte. Die Menschen seien quasi unter Quarantäne gestellt, berichtete Walkenhorst. Grund für die Maßnahme ist nach Angaben von European Homecare, dass die Inkubationszeit für Masern 18 Tage beträgt. Eine Ausbreitung der Erkrankung soll so verhindert werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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