Mehr als heiter

Anna und ihre singende Säge wurden unterstützt von Bernd Michael Genähr (r.) und Daniel Zimmermann.  Foto: soph
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soph Siegen. Schon bevor das Programm los ging, war die Atmosphäre im Schauplatz Lÿz am Sonntag weihnachtlich, gedämpfte Weihnachtsklassiker berieselten das zahlreich erschienene Publikum. Als Guido „Fliege“ Müller mit Klaus Krückemeyer und unterstützt von den Cheerleadern von Les Femmes Fatales das Programm der 6. „Kartoffelfreuden im Nebelland“ eröffnete, war die Stimmung ausgelassen und mehr als heiter. Mit gewohnt frecher Schnauze bereiteten die beiden die Zuschauer auf einen familiären Abend vor.

Als erste traten Anna Isenberg und ihr Gerät auf, eine Säge, auf der sie mit der Unterstützung von Bernd Michael Genähr und Daniel Zimmermann „Süßer die Glocken nie klingen“ vortrug. Letzterer begleitete Markus Sting bei einem alten Berliner Chanson, einem Lied über die 90er Jahre und „Der Mond ist aufgegangen“ an Gitarre und Flügel. Damit die „eingeschlafene Weihnachtstradition“ – Gedichte vortragen – nicht vergessen wird, steuerten die Sexy Poets, Bernd Michael Genähr und Marc Fey, mehrere intuitiv geschriebene Verse bei, die von „Weihnachtscontest“ bis zum „hartherzigen Eistänzer“ alles zu bieten hatten.

Als Frieda Braun aus Winterberg die Bühne betrat, wurde schon vor dem ersten Satz gejubelt und geklatscht. Die ältere Dame erzählte Geschichten von ihrem Erwin, verzierten Ökoeiern und Victoria Beckmann von den Spice Girls. Das ist mal eine Sauerländerin, die auch das Siegener Publikum schätzt, das sich im Übrigen wieder mal von seiner schmerzlosen Seite zeigte.

Krückemeyer und Fliege ärgerten, was das Zeug hält, trotzdem blieb alles wie gewünscht sehr familiär. Die Mitglieder der Tanzgruppe Exorbitanz schwangen zu einem Medley aus bekannten Discohits kräftig die Hüften, und Bernd Michael Genähr trug das süße Gedicht „Mutter“ vor. Zum Abschluss des Abends sang Fliege „was fürs Herz“ über Menschen im Winter, Sebastian Zimmermann röhrte dazu im Grönemeyer-Stil und Krückemeyer trällerte unterstützt durch die Cheerleader „Rudolph, das kleine Rentier“.

Seine Moderation war durchweg von ansteckender Herzlichkeit gezeichnet, so dass kein gemeiner Spruch zu wirklichem Widerstand führte. Im Gegenteil, das Publikum ließ alles mit sich machen. Die Einnahmen des Abends werden an die Siegener Tafel und die Tiertafel gespendet, und obwohl einige Künstler bedingt durch das Winterwetter gar nicht im Lÿz ankamen, war das Programm mehr als gelungen. Die Fortsetzung im nächsten Jahr ist hoffentlich sicher!

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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