Mehr Bürgernähe geplant

Landrat Paul Breuer stellte Organisation des Kreises vor

juwi Siegen. Seit gut einer Woche ist der neue Landrat nun im Amt. Gestern stellte er seine Mannschaft und die neue Organisation der Verwaltung vor. Die Namen sind die alten, die Zahl der Dezernate weiterhin vier, neu ist lediglich die Aufteilung der Abteilungen.

So gibt es ab August ein eigenes Baudezernat. Geleitet wird es von Helge Klinkert, der ehemaligen Sozialdezernentin. Die Aufsicht über Polizei, Ordnung und Verwaltung obliegt weiterhin Kreisdirektor Frank Bender. Helmut Kneppe, ehemals persönlicher Referent von Landrat Elmar Schneider, übernimmt jetzt die Verantwortung fürs Soziale, um die Finanzen kümmert sich nach wie vor der Wahl Kämmerer Hans Jürgen Thomalla. Die Wirtschaftsförderung ist zur Chefsache geworden und unter der Leitung von Reinhard Kämpfer auf Referatsebene angesiedelt. Der bisherige Wirtschaftsförderungsdezernent, Horst Schneider, scheidet als Altersgründen aus. »Wir wollen nicht wie ein Kaninchen auf die Schlange starren, sondern helfen, die ernsten wirtschaftlichen Probleme von Kreis und Kommunen zu bekämpfen«, begründete Breuer den Schritt.

In diesem Sinne sollen auch vom Sozialdezernat Impulse zur Verringerung der Leistungsempfänger ausgehen. Die geplante Verschlankung der Verwaltung mit ihren 1054 Mitarbeitern, ein Wahlversprechen von Neu-Landrat Breuer, werde erst in einem längeren Prozess vonstatten gehen. Wichtiges Anliegen Breuers war und ist mehr Bürgernähe. Wie versprochen, wolle er bald in allen Kommunen Bürgersprechstunden abhalten. Die Arbeit an der Koblenzer Straße solle erfahrbarer werden.

Konkret geplant ist ein Bürgerbüro in den Räumen des Kreishauses. Dort kann jeder erst einmal mit seinem Anliegen vorsprechen. »Wir bringen ihn dann lotsenartig zu den einzelnen Stellen im Hintergrund«, so Kneppe. Kreisarbeit als Bürgerservice. Weniger »Behörden-Gerenne« soll es auch für den Häuslebauer geben. So wurde dem neuen Baudezernat gleich das Umweltamt zugeordnet. Bender: »Bei fast jedem Bauvorhaben kommen doch Wasser- oder Landschaftsbehörde ins Spiel.« Das lasse sich jetzt schneller von einem Bearbeiter unter einem Dach regeln. Mit dem Konzept trete man gleichzeitig dem landes- und bundesweiten Trend »ausufernder Umweltbürokratie« entgegen, so Breuer.

Neu ist ein Ehrenamtservice unter Federführung des noch nicht bestimmten Persönlichen Referenten. Im Jahr des Ehrenamtes hatte es die Bitte an den Kreis gegeben, sich doch stärker um die Belange Ehrenamtlicher zu kümmern. Der daraufhin gegründete Arbeitskreis ist nun dabei, die Vorschläge umzusetzen. Das können Fortbildungsmaßnahmen im Vereinssteuerrecht für Kassenwarte oder Beratung bei Bauvorhaben von Vereinen oder einfach Hilfe bei Konflikten mit Arbeitgebern sein, wenn es um Freistellungen während der Dienstzeit geht. Hier will sich der Landrat persönlich einbringen.

Vorangetrieben werden sollen auch die Großprojekte »Sanierung der Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd« und »Krankenhausstrukturreform«. Der erste Fall soll am 25. Juli im Kreistag thematisiert werden, was die Krankenhausreform betrifft, müsse man die Antwort des Landes abwarten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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