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Heimische Unternehmen dennoch für Regierungswechsel
Mehr Exporte unter Donald Trump

Nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer Siegen hat sich das Geschäftsgebaren zwischen den USA und den regionalen Unternehmen nicht besonders verändert - es wird fleißig exportiert.
  • Nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammer Siegen hat sich das Geschäftsgebaren zwischen den USA und den regionalen Unternehmen nicht besonders verändert - es wird fleißig exportiert.
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sp Siegen/Bad Berleburg. „America first“, sein Land an erster Stelle, damit warb und wirbt der US-amerikanische Präsident Donald Trump, der vor allem Unternehmen im eigenen Land unterstützen will. „Die America-first-Politik ist aus unserer Sicht im Prinzip gescheitert“, sagt jedoch Klaus Gräbener, Geschäftsführer der IHK Siegen, und nennt entsprechende Zahlen: In NRW habe sich das Exportvolumen in die USA in den vergangenen Jahren positiv entwickelt: 2017, in dem Jahr, als Trump US-Präsident wurde, lag der Wert bei 12,3 Milliarden Euro, 2019 lag er bei 12,9 Milliarden Euro. „Das ist ein Zuwachs von gut 5 Prozent.“
Der Import hingegen sei sogar gesunken, der Wert lag 2017 bei 9,7 Milliarden Euro und zwei Jahre später bei 9,6 Milliarden Euro.

sp Siegen/Bad Berleburg. „America first“, sein Land an erster Stelle, damit warb und wirbt der US-amerikanische Präsident Donald Trump, der vor allem Unternehmen im eigenen Land unterstützen will. „Die America-first-Politik ist aus unserer Sicht im Prinzip gescheitert“, sagt jedoch Klaus Gräbener, Geschäftsführer der IHK Siegen, und nennt entsprechende Zahlen: In NRW habe sich das Exportvolumen in die USA in den vergangenen Jahren positiv entwickelt: 2017, in dem Jahr, als Trump US-Präsident wurde, lag der Wert bei 12,3 Milliarden Euro, 2019 lag er bei 12,9 Milliarden Euro. „Das ist ein Zuwachs von gut 5 Prozent.“
Der Import hingegen sei sogar gesunken, der Wert lag 2017 bei 9,7 Milliarden Euro und zwei Jahre später bei 9,6 Milliarden Euro. Am Anfang habe niemand gedacht, dass sich die Zahlen so entwickeln, sagt Gräbener und betont: „Die USA ist ein ganz wichtiger Wirtschaftspartner.“

Geschäfte unter Donald Trump nicht eingebrochen

Nach Einschätzung des IHK-Geschäftsführers habe sich das Geschäftsgebaren zwischen den USA und den regionalen Unternehmen nicht besonders verändert: „Dass es schwieriger geworden ist, kann man nicht sagen.“ Auch wenn es am Anfang befürchtet worden sei, seien die Geschäfte durch Trump nicht schlechter geworden. Dennoch: Viele Unternehmen hätten das Gefühl, dass sich ein Regierungswechsel positiv auf die Wirtschaft auswirken könnte. „Es herrscht ein gewisses Unwohlsein“, beschreibt Gräbener die aktuelle Stimmungslage. Vielfach werde eine berechenbarere Außenpolitik der USA vermisst.
Positiv auf die Unternehmen hat sich jedoch ausgewirkt, dass Trump die Steuern für sie gesenkt hat. Davon berichtet auch Andreas Wolf, Pressesprecher von Ejot. Der Produzent von Verbindungs- und Befestigungstechnik mit dem Hauptsitz in Bad Berleburg hat von Trumps Politik profitiert. Wolf berichtet allerdings auch von den Unruhen, die in der Stadt Kenosha im Bundesstaat Wisconsin stattgefunden haben. Diese hätten dafür gesorgt, dass Mitabeiter der dortigen Niederlassung der Unternehmensgruppe nicht mehr zur Arbeit gehen konnten.

Joe Biden würde wohl mehr nach Europa schauen

„Ein paar Tage lang stand die Produktion still“, obwohl im Moment viel zu tun sei, sagt Wolf. Die Spaltung der Menschen dort sei wie „ein ständiges Pulverfass“. Das sei unter Trump nicht unbedingt besser geworden. Insgesamt aber werde ein möglicher Wechsel der Regierung „keinen großen Unterschied an dem Standort machen“, so Wolf. Die Extremzölle, die Trump angekündigt hatte, seien eher Drohgebärden gewesen. „Er hat einen Blick auf die Wirtschaft, darauf, dass das Kapital in den Unternehmen bleibt. Das hat er bisher getan, und das wird er auch weiterhin tun.“ Mit Blick auf den internationalen Handel vermutet Wolf, dass Joe Biden wieder mehr nach Europa schauen würde: „Er hat einen anderen Politik-Stil.“

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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