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Tipps zum Umgang mit den Blüten
Mehr Falschgeld in Siegen-Wittgenstein im Umlauf

50- und 20-Euro-Scheine gelten als unter Geldfälschern beliebt.

ch Siegen/Bad Berleburg. Die Zahl der Falschgeld-Fälle ist in NRW, wie berichtet, deutlich gestiegen – wohl auch deshalb, weil Kriminelle über das sogenannte Darknet immer einfacher an „Blüten“ kommen. „Ob das für Siegen-Wittgenstein gilt, kann man leider nicht nachvollziehen“, so Sprecher Niklas Zankowski von der Kreispolizeibehörde. Fakt ist: 2020 registrierte die Polizei im ganzen Land 1363 Fälle – fast drei mal so viele wie im Jahr 2019 (473). Zwischen Bad Laasphe und Burbach waren es im vergangen Jahr 14 Fälle nach einem Fall 2019 und vier Fällen im Jahr 2018.

Enthalten sind in dieser kleinen Statistik nur die Vorgänge, bei denen sich das Auftauchen der Fälschungen direkt einer Person zuordnen lässt.

ch Siegen/Bad Berleburg. Die Zahl der Falschgeld-Fälle ist in NRW, wie berichtet, deutlich gestiegen – wohl auch deshalb, weil Kriminelle über das sogenannte Darknet immer einfacher an „Blüten“ kommen. „Ob das für Siegen-Wittgenstein gilt, kann man leider nicht nachvollziehen“, so Sprecher Niklas Zankowski von der Kreispolizeibehörde. Fakt ist: 2020 registrierte die Polizei im ganzen Land 1363 Fälle – fast drei mal so viele wie im Jahr 2019 (473). Zwischen Bad Laasphe und Burbach waren es im vergangen Jahr 14 Fälle nach einem Fall 2019 und vier Fällen im Jahr 2018.

Enthalten sind in dieser kleinen Statistik nur die Vorgänge, bei denen sich das Auftauchen der Fälschungen direkt einer Person zuordnen lässt. Wenn etwa der UV-Licht-Scanner den falschen Fuffziger beim Bezahlvorgang sichtbar macht. Zankowski: „Wenn die Blüte erst am Abend beim Kassensturz auffällt, wird sie einfach aus dem Verkehr gezogen, aber nicht als aufgeklärter Fall erfasst!“ Ganz zu schweigen von der Summe an Fake-Bargeld, die unbemerkt von Geldbeutel zu Geldbeutel wechselt.

Banken-Verband gibt Tipps

Am häufigsten gefälscht werden übrigens 20- und 50-Euro-Noten. Professionelle Fälscher verwenden für ihre Imitate Offset-Druckmaschinen, mit denen Noten in großer Menge hergestellt werden können.
Doch: Wie schütze ich mich vor Falschgeld und was passiert, wenn ich doch mal versehentlich mit falschem Geld bezahlt habe? Mache ich mich damit strafbar? Hier Tipps zum Umgang mit den Blüten, eingeholt bei Sylvie Ernoult vom Bundesverband deutscher Banken:

Wie erkenne ich Falschgeld?

Auf den Euro-Noten sind Sicherheitsmerkmale hinterlegt, die die Erkennung von Falschgeld schnell und unkompliziert möglich machen. „Kippen, fühlen, sehen“ ist dabei der Schlüssel zur Erkennung der Blüten. Es gibt z. B. gut erkennbare optische Merkmale auf den echten Geldscheinen, wie die richtige Größe, das Sichtfenster ab 20 Euro, welches in das Hologramm eingearbeitet ist, die Farben, den Sicherheitsstreifen oder auch verschiedene Imprägnierungen. Sowohl Sicherheitsstreifen als auch Wasserzeichen sind schwer zu fälschen. Zudem ist die Farbgebung auf den Euro-Scheinen sehr differenziert. Kommt einem die Farbe zu kräftig, bleich oder schwammig vor, könnte es sich um Falschgeld handeln.

Droht eine Strafe, wenn ich versehentlich mit Falschgeld bezahle?

Nein, nur die vorsätzliche Zahlung mit Falschgeld ist strafbar. Die Zahlung gilt als vorsätzlich, wenn man den Umstand, dass es sich um Falschgeld handelt, zumindest billigend in Kauf genommen hat. Wurde versehentlich mit Falschgeld bezahlt, so müssen zunächst die Behörden nachweisen, dass die Tat vorsätzlich begangen wurde.

Wird Falschgeld von der Bank ersetzt?

Nein. Wenn man Falschgeld erkennt und bei der Polizei oder Bank abgibt, erhält man keine Entschädigung. Trotzdem sollten die gefälschte Scheine oder auch Münzen gemeldet werden.
Übrigens: Zahlt man Falschgeld in einen Einzahlungsautomaten bei einer Bank ein, wird das Geld später eingezogen und es gibt keine Gutschrift auf dem Konto. Außerdem muss man mit einer Rückfrage der Bank oder der Polizei rechnen.

Welche Strafe droht, wenn ich Falschgeld wissentlich nutze?

Geldfälschung ist strafbar und wird mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft; sie wird als Verbrechen angesehen. Wer falsches Geld als echt in Verkehr bringt, dem droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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