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Studie stellt Anstieg von 5,1 Prozent fest
Mehr Spenden in der Region?

Einige  Institutionen und Vereine in der Region haben im Corona-Jahr mehr Spendengelder erhalten als in den Vorjahren.
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  • Einige Institutionen und Vereine in der Region haben im Corona-Jahr mehr Spendengelder erhalten als in den Vorjahren.
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sp Siegen/Betzdorf/Olpe. Rund 5,4 Milliarden Euro haben die Deutschen im Pandemie-Jahr 2020 gespendet. „Das ist das zweitbeste Ergebnis seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005“, teilt der Deutsche Spendenrat mit. Der Verein beauftragt das Marktforschungsinstitut GfK SE kontinuierlich, das Spendenaufkommen in Deutschland zu erfassen. Die Ergebnisse der fortlaufenden Studie „Bilanz des Helfens“ werden jährlich veröffentlicht. Im Vergleich zum Jahr 2019 stieg das Spendenniveau um 5,1 Prozent. Und: „Im Monatsverlauf zeigt sich ein fast durchgängiges Wachstum der Spendenbereitschaft gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten.“

Die SZ hörte sich bei verschiedenen Institutionen und Vereinen in der Region um, ob sie einen Anstieg der Spenden feststellen können.

sp Siegen/Betzdorf/Olpe. Rund 5,4 Milliarden Euro haben die Deutschen im Pandemie-Jahr 2020 gespendet. „Das ist das zweitbeste Ergebnis seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005“, teilt der Deutsche Spendenrat mit. Der Verein beauftragt das Marktforschungsinstitut GfK SE kontinuierlich, das Spendenaufkommen in Deutschland zu erfassen. Die Ergebnisse der fortlaufenden Studie „Bilanz des Helfens“ werden jährlich veröffentlicht. Im Vergleich zum Jahr 2019 stieg das Spendenniveau um 5,1 Prozent. Und: „Im Monatsverlauf zeigt sich ein fast durchgängiges Wachstum der Spendenbereitschaft gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten.“

Die SZ hörte sich bei verschiedenen Institutionen und Vereinen in der Region um, ob sie einen Anstieg der Spenden feststellen können.

Die Diakonie in Südwestfalen sei in den Jahren 2019 und 2020 mit Spenden in etwa gleichbleibender Höhe bedacht worden, ebenso das Ev. Hospiz Siegerland in Trägerschaft des Diakonischen Werks im Ev. Kirchenkreis Siegen, heißt es von der Pressestelle. Nahezu verdoppelt hätten sich jedoch die Spenden an die Wohnungslosenhilfe. Barbara Wied, Mitarbeiterin im Tagesaufenthalt Café Patchwork: „Die Spendenbereitschaft ist deutlich höher, als wir bisher erlebt haben. Das betrifft sowohl Sach- als auch Geldspenden. Firmen und Privatleute bleiben gleichermaßen am Ball und lassen uns oft sogar mehrfach Spenden zukommen.“

Eberhard Köhler, Direktor des Caritasverbandes Rhein-Wied-Sieg, war erstaunt, als er für die SZ eine kurze Bilanz zog. Im Jahr bekomme die Caritas in Betzdorf etwa 25 000 bis 30 000 Euro Spenden. 2020 waren es 5000 Euro mehr. „Das waren hauptsächlich Privatspenden, die nicht zweckgebunden waren.“ Köhler ist sich sicher, dass das mit Corona zusammenhängt.

„Wir sind überrascht, dass sich das letzte Jahr so gut entwickelt hat“, sagt auch Arndt Dickel, Pressesprecher der DRK-Kinderklinik in Siegen. „Wir sind gut bedacht worden.“ Das Spendeneinkommen schwanke immer etwas. 2019 sei es etwas geringer gewesen als im vergangenen Jahr.

„Das Gesamtjahr war eher schleppend“, sagt Tobias Neumann, Leiter des Tierheims Siegen. Mehr gespendet worden sei dann um Weihnachten herum – traditionell ist laut Deutschem Spendenrat der Dezember der spendenreichste Monat. Eine eindeutige Bilanz habe Neumann noch nicht, aber „rückläufig ist es nicht, einen wesentlichen Anstieg hätte man aber bemerkt“.

Einige  Institutionen und Vereine in der Region haben im Corona-Jahr mehr Spendengelder erhalten als in den Vorjahren.
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Die Herausforderung beim Jugendförderverein Bad Berleburg ist eine, mit der viele Vereine zurzeit zu kämpfen haben: Spenden seien verbunden mit Aktivitäten, erklärt der Vorsitzende Holger Saßmannshausen. Dennoch sei der Verein weiterhin von Partnern unterstützt worden. Das Spendenaufkommen „sei zum Glück nicht abgesackt“. Eine größere Bereitschaft konnte der Verein allerdings nicht verzeichnen.

„Es sind auf jeden Fall mehr Spenden als im Jahr 2019“, berichtet hingegen Birgit Hausherr vom Tierpark Niederfischbach. Und das, obwohl den Spendern nichts mehr geboten werden könne. Neben Geldspenden, die im Durchschnitt bei etwa 20 bis 30 Euro lägen, gebe es auch viele Sachspenden.

„Das war ein Rekordjahr an Spenden“, sagt der Pressesprecher der Siegener Tafel, Tim Müller, zum Jahr 2020. „So viele haben wir noch nie gehabt.“ Ganze 15 Prozent mehr Spenden im Vergleich zum Vorjahr habe die Tafel bekommen und kam damit auf eine runde Summe von etwa 100 000 Euro.

Von mehr Spenden kann das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe nicht berichten. „Wir hatten Sorge, wie es weitergeht. Wir sind froh, dass wir mit den Spenden in etwa hingekommen sind“, sagt Hospizleiter Rüdiger Barth, die Summe sei in etwa die gleiche gewesen wie in den Vorjahren.

Einige  Institutionen und Vereine in der Region haben im Corona-Jahr mehr Spendengelder erhalten als in den Vorjahren.
Einige  Institutionen und Vereine in der Region haben im Corona-Jahr mehr Spendengelder erhalten als in den Vorjahren.
Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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