Mehr Stärken als Schwächen

 Präses Annette Kurschus mit Katechumenen und Vikar Tim Elkar aus der Evangelischen Kirchengemeinde Raumland, die mitmachen bei der Aktion „5000 Brote“, Konfirmanden backen Brote für Brot-für-die-Welt-Projekte für Kinder und Jugendliche in Kolumbien, Bangladesch und Ghana. Foto: fhe
  • Präses Annette Kurschus mit Katechumenen und Vikar Tim Elkar aus der Evangelischen Kirchengemeinde Raumland, die mitmachen bei der Aktion „5000 Brote“, Konfirmanden backen Brote für Brot-für-die-Welt-Projekte für Kinder und Jugendliche in Kolumbien, Bangladesch und Ghana. Foto: fhe
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fhe - Die Stärken der heimischen Region nutzen – das war eines der wichtigsten Resultate, über die sich die Teilnehmer der gestrigen Veranstaltung zum Erntedank-Sonntag in Elsoff einig waren. Die dortige Lukas-Gemeinde im Eder- und Elsofftal hatte gemeinsam mit dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) und der Evangelischen Kirche von Westfalen zu einem außergewöhnlichen Erntedankfest geladen. Zu den Teilnehmern einer mit Spannung erwarteten Podiumsdiskussion gehörte auch Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Seit Jahren feiert der WLV das Erntedankfest zusammen mit den höchsten Würdenträgern der evangelischen oder der katholischen Kirche der Region im Rahmen einer eigenen Veranstaltung. Auch in diesem Jahr sollte diese Tradition fortgeführt werden. Von verschiedenen Standpunkten aus kamen die Gäste in der aufwändig geschmückten Elsoffer Kirche und im Gemeindehaus abschließend alle auf einen Nenner: Gemeinsam kann man auch in Zeiten des demographischen Wandels den ländlichen Raum attraktiv gestalten und lebenswert machen – das bestätigten bei der Podiumsdiskussion Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und Kirche. In der Sache waren sich die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion einig. „Wir werden einige Probleme nur noch gemeinsam angehen können“, räumte Bad Berleburgs Bürgermeister Bernd Fuhrmann ein. Ein tolles Beispiel gebe es vor Ort: Durch die Eder-Elsoff-Initiative sei eine Kraft entstanden, die für den ländlichen Raum Vorbildcharakter besitze. Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, kommentierte die Situation so: Bei allen Problemen und aller vermeidbaren Ausweglosigkeit, die sich derzeit auch durch die zahlreichen Krisenherde der Welt ergäben, sei es trotzdem wichtig, vorwärts zu schauen und auch durch das Bewegen kleiner Dinge positive Zeichen zu setzen.

Gerade auch im ländlichen Raum sollte es die Bevölkerung nutzen, dass man sich gegenseitig kenne und helfen könne – das sei ein großer Vorteil auf dem Land im Gegensatz zu urbanen Regionen. Auch der Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wurde lobend erwähnt. Das sei eine tolle Aktion, sich um die Zukunft der Dörfer Gedanken zu machen, betonte Bernd Fuhrmann.

WLV-Präsident Johannes Röring setzte sich für die Landwirte ein: Die Bauern seien nicht nur in der Bringschuld, zu erklären, wie sie ihre Güter erzeugen, vielmehr hätten auch alle Verbraucher die Pflicht, sich objektiv und vorurteilsfrei über die Wirtschaftsweise der Landwirtschaft zu informieren und deren Arbeit zu schätzen. Man müsse den Bauern eines zugestehen: „Wer selbst die Errungenschaften der Moderne nutzt, muss dies auch den Landwirten bei der Arbeit auf ihren Höfen zugestehen und eben nicht fordern, dass diese wie ihre Großväter arbeiten. Wer denkt, dass die Landwirtschaft wie früher wirtschaften soll, der sollte diesen Schritt ebenfalls zurückgehen.“

Im Anschluss an die Gesprächsrunde sorgten die Landfrauen für eine kräftige Suppe als gelungene Stärkung und der Heimatverein Elsoff backte Brot. Für Kaffee und Kuchen war ebenfalls bestens gesorgt, sodass der Tag in Elsoff noch bestens ausklingen konnte. Den musikalischen Rahmen füllten Organist Karl-Günther Zacharias und die Gruppe Yazzmine, die nach der Gesprächsrunde ein Konzert in der liebevoll dekorierten Kirche gab.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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