Mehr Windkraft auf der Kalteiche?

 Erst vor wenigen Jahren wurden die drei Wilnsdorfer Windräder gebaut. Wie die Betreiberfirma Volkswind im vergangenen Jahr der SZ erklärte, waren zwei davon ein wirtschaftlicher Reinfall. Jetzt sollen diese drei Räder auf neuen Fundamenten und deutlich höher gebaut werden. Außerdem sind weitere sechs bis sieben Räder geplant. Foto: Dirk Manderbach
  • Erst vor wenigen Jahren wurden die drei Wilnsdorfer Windräder gebaut. Wie die Betreiberfirma Volkswind im vergangenen Jahr der SZ erklärte, waren zwei davon ein wirtschaftlicher Reinfall. Jetzt sollen diese drei Räder auf neuen Fundamenten und deutlich höher gebaut werden. Außerdem sind weitere sechs bis sieben Räder geplant. Foto: Dirk Manderbach
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dima - Je nach Windstärke erinnern die Geräusche der drei bisherigen Wilnsdorfer Windkraftanlagen an startende Verkehrsflieger oder einen penetrant stampfenden Mississippi-Dampfer. Wirkliche Ruhezonen findet der Wanderer auf der Kalteiche jedenfalls kaum noch.

Und ein Blick in die Tagesordnung des Bau- und Umweltausschusses, der am Mittwoch im Wilnsdorfer Rathaus tagen wird, zeigt deutlich: Es kommt für die Ruhe- und Erholungssuchenden rund um den heiligen Berg der Kelten zukünftig noch viel dicker. Nachdem der Rat im April 2014 beschlossen hatte, die Ausweisung zusätzlicher Windkraftkonzentrationszonen für die Suchbereiche Kalteiche und Gernsbacher-/Tiefenrother-Höhe weiter zu verfolgen und die Voraussetzungen für die Einleitung der förmlichen Bauleitplanung zu schaffen, hat die Verwaltung ihre Hausaufgaben gemacht. Die Verantwortlichen aus dem Rathaus haben sich zwischenzeitlich sogar mit dem Betreiber des bestehenden Windparks im Wilnsdorfer Bereich der Kalteiche an einen Tisch gesetzt. Laut Verwaltung wurden bei den Gesprächen die Möglichkeiten zur Errichtung zusätzlicher Anlagen nahe der ehemaligen Grube Marie und ein sogenanntes Repowering der bestehenden drei Windräder geprüft.

Die Beschlussvorlagen der Verwaltung sehen erst einmal die Ausweisung der Windkraftkonzentrationszonen Kalteiche/Löhrsberg und Gernsbacher/Tiefenrother Höhe vor. Auf der Tiefenrother Höhe könnten drei bis vier Anlagen entstehen. Mehr ins Detail geht dann ein zweiter Tagesordnungspunkt für den Bereich rund um die Grube Marie, also die Zone Kalteiche/Löhrsberg. Hier könnten sich die Windkraftbetreiber drei neue Anlagen und den Ersatz der drei vorhandenen 135-Meter-Anlagen gegen drei 180- bis 200-Meter-Anlagen vorstellen. Der Plan: Nachdem hier drei neue Anlagen gebaut wurden, sollen in einem ersten Repowering-Schritt die beiden östlichen Anlagen durch eine neue Anlage ersetzt werden. Danach besteht laut Beschlussvorlage die Möglichkeit, am Löhrsberg ein weiteres Rad zu errichten. In einem zweiten Repowering-Schritt könnte die dritte Anlage durch ein neues Windrad ersetzt werden. Auf Nachfrage der SZ erklärte das Bauamt Wilnsdorf, dass die drei Repowering-Räder nicht auf den Fundamenten der vorhandenen Anlagen gebaut werden könnten. Und: Die Planungen seien durch Immissionsprognosen des Investors auf Basis einer Referenzanlage der Firma Nordex als „grundsätzlich machbar“ dargestellt worden. Wie die Verwaltung am Montag mitteilte, wird der Bauausschuss am Mittwoch auch über das Bürgerbegehren der Wilnsdorfer beraten, die mit ihrer Eingabe erreichen wollen, das alle zukünftigen Wilnsdorfer Windräder in einem Abstand von mindestens 2000 Metern zur Wohnbebauung aufgestellt werden. Dabei stehen sämtliche Anlagen, die die Verwaltung jetzt in ihren Plänen darstellt, in geringeren Abständen zu den Ortschaften. Dirk Manderbach

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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