Menschen froh, Fische froh

Ortstermin an der Asdorf: Dort sind jetzt einige Hindernisse für Wanderfische aus dem Weg geschafft worden.
  • Ortstermin an der Asdorf: Dort sind jetzt einige Hindernisse für Wanderfische aus dem Weg geschafft worden.
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

damo - Fische sind bekanntlich keine Freunde von Wehren – schließlich geht dort ihre Wanderung zu den Laichgewässern häufig vorzeitig zu Ende. Ergo werden Forelle und Co. erfreut zur Kenntnis nehmen, dass sie jetzt an der Asdorf freie Bahn haben. Im Rahmen der „Aktion blau plus“ sind drei Hindernisse aus dem Weg geräumt worden: Das alte Wehr der Friedrichshütte in Wehbach ist zurückgebaut worden, und das Wehr zwischen Junkernthal und Altenthal wurde auf halber Bachbreite eingerissen. Blieb das Wehr unmittelbar an Haus Junkernthal, und dort stellte sich die Situation etwas komplizierter dar, wie Linda Bödger von der Unteren Wasserbehörde im Kreishaus am Dienstag bei einem Ortstermin verdeutlichte.

Weil das Ensemble aus Teehaus, Wehr und Steinbogenbrücke unter Denkmalschutz steht, mussten hier nicht nur die Belange der Gewässerökologie und die Interessen des Grundbesitzers in Einklang gebracht werden, sondern auch noch die der Generaldirektion Kulturelles Erbe. „Wir mussten also Fische und Menschen froh machen“, sagte Bödger.

Mit dem Bau eines rund 200 Meter langen Umgehungsgerinnes konnte das Wehr erhalten werden, aber gleichzeitig die Durchlässigkeit des Bachs für Wanderfische garantiert werden. Bis auf kleine Nachbesserungen am ehemaligen Friedrichshütten-Wehr, wo ein Hochwasser Schäden verursacht hat, sind die Arbeiten an der Asdorf damit erledigt.

Etwa 550 000 Euro sind investiert worden. 90 Prozent davon zahlt das Land, den Rest der Kreis, berichtete Landrat Michael Lieber. Ein großes Dankeschön richtete Linda Bödger an Friedrich Freiherr von Hövel, der als Grundbesitzer ausgesprochen kooperativ gewesen sei.

Nur der Blick über die Landesgrenze trübt den positiven Eindruck: „Dort gibt es noch einiges zu tun“, sagte Planer Eckhard Hölzemann, „denn da gibt es noch einige Querbauwerke“.

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