SZ

Siegerlandhalle von Pandemie-Zwangspause hart getroffen
Messehallen sind noch leer

Veranstaltungsleiter Arnd Krause im großen Saal der Siegerlandhalle: „Wir müssen dringend daran arbeiten, dass uns Geimpfte, Genesene und Getestete ohne große Einschränkungen besuchen und unsere Dienstleistungen nutzen können. An Präsenzmessen führt schließlich schlicht und einfach kein Weg vorbei!“
  • Veranstaltungsleiter Arnd Krause im großen Saal der Siegerlandhalle: „Wir müssen dringend daran arbeiten, dass uns Geimpfte, Genesene und Getestete ohne große Einschränkungen besuchen und unsere Dienstleistungen nutzen können. An Präsenzmessen führt schließlich schlicht und einfach kein Weg vorbei!“
  • Foto: rt
  • hochgeladen von Marc Thomas

ch Siegen. Corona hat die Messebranche hart getroffen: Die Publikumsformate sind 2020 reihenweise abgesagt oder nur in abgespeckter Version unter Auflagen durchgeführt worden. Auch in diesem Jahr sieht es nicht besser aus; vor allem nicht für die Siegerlandhalle als großer Gastgeber des Oberzentrums.

„Die Pan

ch Siegen. Corona hat die Messebranche hart getroffen: Die Publikumsformate sind 2020 reihenweise abgesagt oder nur in abgespeckter Version unter Auflagen durchgeführt worden. Auch in diesem Jahr sieht es nicht besser aus; vor allem nicht für die Siegerlandhalle als großer Gastgeber des Oberzentrums.

„Die Pandemie hat uns als Messestandort eine Zwangspause auferlegt, 10 bis 15 Prozent unseres Umsatzes sind weggebrochen. Und auch die kurzfristige Perspektive macht kaum Mut“, so Arnd Krause, Chef des Kongress- und Tagungszentrums, der den Optimismus dennoch nicht verliert.

Immerhin sieht der Hallendirektor einen Silberstreif am Horizont: Ende August bzw. Anfang September finden der Kunsthandwerkermarkt und die „Konekt 2021“ statt – ein kleiner Neustart im Hüttensaal und im Foyer des großen Saals der Siegerlandhalle.

Spielregeln für Messen kompliziert

„Dabei sind die Spielregeln für das Durchführen von Messen derzeit alles andere als simpel“, sagt Krause. Ja: Seit Ende Juli gilt in NRW die Inzidenzstufe 1. Dies bedeutet für den Besuch von Messen, dass ein negativer Corona-Test bzw. Impfnachweis nicht erforderlich sind. In Innenräumen – und somit auch in Messehallen – bleibt der Mund-Nasen-Schutz für maximal 500 Besucher Pflicht. So weit, so einfach. Aber: „Wir dürfen aktuell nur eine Person auf sieben Quadratmetern zugänglicher Fläche einlassen“, erklärt Krause.

Im Klartext: Beim Kunsthandwerkermarkt etwa zählen nur die Gänge zwischen den Ausstellertischen als frei zugänglich, „und schon reduziert sich die potenzielle Publikumszahl dramatisch“, macht der Hallenchef deutlich. Da stellt sich schnell die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Die hat Ilka Waßmann von der Konekt GmbH für sich positiv beantwortet. Nach der Premiere 2019 mit rund 80 Ausstellern, findet die Zweitausgabe der Messe „Konekt Südwestfalen“ am 2. September erneut in der Siegerlandhalle statt. Als eine der größten, branchenübergreifenden Netzwerkveranstaltungen will sie die regionale Wirtschaft aus dem südlichen Südwestfalen und darüber hinaus zusammenbringen. „Nach der langen Zeit virtueller und hybrider Events werden sich, so der derzeitige Stand der Dinge, rund 70 Unternehmen an dem intensiven Austausch beteiligen“, führt Waßmann aus.

Persönliche Begegnung von Azubis, Studenten und Firmenchefs auf Augenhöhe

Das Ziel: die persönliche Begegnung von Azubis, Studenten und Firmenchefs auf Augenhöhe. „Ausschlaggebend war die Überlegung, dass die Welt zwar ohne Suchmaschinen nicht mehr vorstellbar ist, wir dadurch aber oftmals die Chance vertun, die Unternehmen und Dienstleister in unserer unmittelbaren Nachbarschaft zu finden“, fasst die Prokuristin der Konekt GmbH (Mainz) zusammen.

"Die Spielregeln für das Durchführen von
Messen sind derzeit alles andere als simpel."
Arnd Krause
Hallendirektor

Egal, ob es dabei um das Rekrutieren von Fachpersonal oder die Anbahnung von Geschäftsbeziehungen gehe. In Zeiten des Homeoffice, der Digitalisierung und immer schnellerer Prozesse habe man bei der Premiere ins Mark des Mittelstands getroffen – und werde dies erneut tun.

An Präsenzmessen führt kein Weg vorbei

Ein Volltreffer für Aussteller und Besucher soll auch die nächste Hochzeitsmesse werden, auf sie setzt Arnd Krause große Hoffnung. Eigentlich sollte der „Wedding day“ Ende Mai ein großes Fest werden, erstmals und als Alternative zur Corona-bedingten Absage der Hochzeits- und Festmesse 2021. Doch der Lockdown im Frühjahr machte den Akteuren einen Strich durch die Rechnung. Nun ist die Veranstaltung für den 15. und 16. Januar angesetzt. Arnd Krause: „Ich hoffe, dass bis dahin die Impfdebatte aufgelöst ist. Wir müssen dringend daran arbeiten, dass uns Geimpfte, Genesene und Getestete ohne große Einschränkungen besuchen und unsere Dienstleistungen nutzen können. An Präsenzmessen führt schließlich schlicht und einfach kein Weg vorbei!“

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

9 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen