Metal-Rock in Schützenhalle

 Die Band Different Steel bespaßte als Opener von „Run To The Hillz eiskalt“ die Menge in der ausverkauften Hilchenbacher Schützenhalle. Foto: sib
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sib - Ganz heiß und fest was auf die Ohren im schattigen Februar gab es beim Festival „Run To The Hillz eiskalt“ in der Hilchenbacher Schützenhalle. Metal-Rock von gleich drei Bands, eine erotische Showeinlage und Leckereien in flüssiger wie fester Form versüßten den rund 500 Besuchern des ausverkauften Events den Samstagabend. Das Festival ist eine Gemeinschafts-Produktion der drei Motorradclubs „Death Panthers MC“, „FMC Le Freak“ und „Devil Snakes MC“, Mitveranstalter war MEX Veranstaltungstechnik Hilchenbach. Um die Freundschaft unter den Clubs aus Siegen-Wittgenstein und die Liebe zur Musik der härteren Gangart zu demonstrieren und entsprechende Konzerte hierzulande wieder mehr zu platzieren, gab es 2015 schon die erste Auflage des Festivals, damals im Sommer, in Schameder und an drei Tagen.

Mit dem Wechsel von Location und Jahreszeit wollte man Neues ausprobieren und die Festival-Nummer am Leben erhalten. „Die Halle ist voll, wir sind mit der Idee auf der richtigen Spur“, meinte Pressesprecher Martin Zielke, der den Abend moderierte, im Gespräch mit der SZ. Natürlich soll es in Zukunft auch eine erneute Sommerauflage der Party geben. Aber erst mal sorgte das winterliche Rumoren für jede Menge Spaß und ausgelassene Partylaune unter den Kuttenträgern und ihren Freunden. Als Newcomer setzten am Anfang die fünf Jungs von Different Steel eine deutliche Duftmarke. Ihr Stil ist geprägt von deutschen Metal-Ikonen wie Helloween und Accept. Locker und in bester Stimmung gebärdeten sie sich auf der Bühne, als ob sie seit 20 Jahren nichts anderes gemacht hätten. Sie erfreuten ihr Publikum mit Klassikern wie „Balls To The Wall“ oder dem Titeltrack des Festivals, einem Iron-Maiden-Klassiker, und konnten auch eigene Kompositionen wirkungsvoll in Szene setzen.

Danach war es Zeit für die seit gut sechs Jahren rockenden Kamikaze Kings aus Berlin, deren Sänger aus dem Wittgensteiner Röspe stammt. Laut Presseinfo werden sie als deutsche Antwort auf die amerikanische Glam-Metal-Band Steel Panther gehandelt. Mit Auszügen aus ihren ersten beiden Alben, aber auch Ausschnitten aus „Weekend Warriors“, das im September 2017 erscheinen soll, gaben die Jungs mit Gastsänger und Tänzerin dem Metal-Affen Zucker. Schrille Kostüme im Stile der 80er-Jahre mit bunten Röhren-Hosen, Schweißbändern und hochtoupierten Perücken machten die lautstarke Partygruppe auch optisch zum reinen Vergnügen. Songs über böse Burschen, noch verdorbenere Mädchen und jederzeit mitsingbare, griffige Hooklines ließen die 90 Minuten mit den Kamikaze Kings im Eiltempo vorbeiziehen. Der Drummer der Formation, der sich schon am Schlagzeug als wahres „party animal“ erwies, hatte nach dem Gig anscheinend immer noch Spaßbedarf, denn er stellte sich bereitwillig als männliches „Opfer“ für die folgende Erotik-Show zur Verfügung. Eine Tänzerin eines örtlichen FKK-Sauna-Clubs trieb mit ihrer Live-Strip-Einlage den Puls der anwesenden Herren höher.

Zu guter Letzt fanden sich die Männer von StillCounting auf der Bühne ein, die eine Volbeat-Tribute-Show vom Feinsten abzogen. Ganz im Stile der dänischen Metal-Heroen, die sich weit über die Szene hinaus einen Platz in den Herzen der Menschen (und in den Charts) erobert haben, lieferte die nach einem Song von Volbeat benannte Combo allerlei Metalhaltiges und Hochtemperiertes ab. Obwohl erst seit Ende 2014 gemeinsam unterwegs, ließen die Musiker aus Gladenbach um Sänger Manuel Herwig viel Liebe zum Detail, Authentizität und Herzblut erkennen. Das ging natürlich auch am Publikum nicht spurlos vorbei, vor der Bühne wurde so textsicher mitgehalten, dass es in der frischen Winternacht noch einmal so richtig heiß wurde. Auf die nächste, wie auch immer geartete, Auflage von „Run To The Hillz“ dürfen sich die Metaler der Region auf jeden Fall schon mal freuen.

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