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Siegener beim Wirtschaftsgipfel
Michael Heinz: "Lockdown-Schäden immer größer"

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier lud wieder einmal zum digitalen Wirtschaftsgipfel ein.
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  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier lud wieder einmal zum digitalen Wirtschaftsgipfel ein.
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ch Siegen/Berlin. Um so länger die Krise andauert, desto routinierter werden die Krisentreffen. Das ist auch an diesem Donnerstag so, sagt Michael Heinz, beim bereits fünften Wirtschaftsgipfel, den Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ausgerichtet hat. Rund 40 Vertreter der in der Krise wichtigsten Wirtschaftsverbände, darunter der Siegener Versicherungsmakler und Präsident des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft (BDWi), sind online zusammenkommen. Eine große Runde. Kleiner sind dabei die Probleme der Unternehmen seit dem ersten Treffen dieser Art vor einem Jahr im April 2020 nicht geworden.
Michael Heinz vermisst die Perspektive in der Corona-Pandemie
Und Heinz, der für rund 100.

ch Siegen/Berlin. Um so länger die Krise andauert, desto routinierter werden die Krisentreffen. Das ist auch an diesem Donnerstag so, sagt Michael Heinz, beim bereits fünften Wirtschaftsgipfel, den Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ausgerichtet hat. Rund 40 Vertreter der in der Krise wichtigsten Wirtschaftsverbände, darunter der Siegener Versicherungsmakler und Präsident des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft (BDWi), sind online zusammenkommen. Eine große Runde. Kleiner sind dabei die Probleme der Unternehmen seit dem ersten Treffen dieser Art vor einem Jahr im April 2020 nicht geworden.

Michael Heinz vermisst die Perspektive in der Corona-Pandemie

Und Heinz, der für rund 100.000 Firmen mit rund einer Millionen Beschäftigten spricht, vermisst noch immer die Perspektiven in der Pandemie und ganz konkrete Dinge: „Viele unserer Mitgliedsbetriebe haben noch nicht die Novemberhilfen komplett auf ihren Konten, die leer oder bis hinten gegen überzogen sind!“ Dennoch ordnet Michael Heinz, der auch in seiner dritten Rolle als Präsident des Bundesverbandes der Versicherungskaufleute regelmäßig im und mit dem Wirtschaftsministerium zu tun hat, das Format derart ein: „Besonders in diesen Corona-Zeiten braucht vor allem die mittelständische Wirtschaft den direkten, unkomplizierten Zugang zur Politik und zu den Ministerien!“ Da sei der Gipfel ein Türöffner.

"Schäden des Lockdowns werden immer größer"

Heinz: „Das wichtigste Ergebnis jeder dieser Zusammenkünfte ist, dass wir die Probleme gebündelt benennen, adressieren und dann schriftlich einreichen können. Im Nachgang kümmert sich in vielen Dingen tatsächlich die Ministerialverwaltung um die großen und kleinen Nöte“. So konnte beispielsweise, im Kleinen, tatsächlich auf das Drängen des BDWi ein Umrüstpflichttermin für Automaten in den Spielhallen verschoben und damit mitten in der Pandemie bei geschlossenen Lokalitäten Zeit gewonnen und Geld gespart werden. Doch: Wo drückt der Schuh, im Großen, besonders? Michael Heinz redet Klartext, muss sich auch bei der vierten Neuauflage des Wirtschaftsgipfels wiederholen. „Unser vorrangiges Problem ist nach wie vor das Fehlen einer konkreten Ausstiegsplanung. Die Kollateralschäden des Lockdowns werden immer größer – mit noch nicht absehbaren und nicht bezifferbaren Folgen!“

Forderung nach Öffnungen der Wirtschaft

Seine beiden wesentlichen Dauerbrenner-Forderungen in Namen der Mitgliedsbetriebe, die etwa so unterschiedliche Branchen wie Zeitarbeit, Finanzdienstleister, Sicherheitswirtschaft, Veranstalter und Versicherungen umfassen:

  • Nach einem Jahr Corona wisse man immer noch nicht, wo sich die Menschen überwiegend anstecken und welche Maßnahmen letztlich wie wirken. Heinz: „Dennoch hat sich aber gezeigt, dass Hygienekonzepte bei uns in der Wirtschaft ganz überwiegend funktionieren, und daher muss hier so bald als möglich wieder mehr geöffnet werden!“
  • Ausdrücklich bestärkt Heinz den Wirtschaftsminister in Sachen Belastungsmoratorium bzw. beim Vorschlag, die Bürokratie abzubauen bzw. zumindest zu pausieren: „Leider erleben wir auch in der Pandemie einer eher zu- als abnehmende bürokratische Belastung der Unternehmen. Wenn Corona mal vorbei ist, sollten wir endlich unsere bürokratischen und fiskalischen Strukturen grundlegend auf den Prüfstand stellen“. Oder anders formuliert: Heinz setzt sich u. a. ein für die Flexibilisierung der Arbeitszeitvorgaben, eine Anhebung der Mini-Job-Grenze, die höhere Abschreibung geringfügiger Wirtschaftsgüter, die Reform der umstrittenen Bon-Pflicht und eine Vereinfachung der Arbeitszeitdokumentation. Nicht mehr und nicht weniger.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier lud wieder einmal zum digitalen Wirtschaftsgipfel ein.
Michael Heinz gehörte zu den Teilnehmern des Wirtschaftsgipfels mit Minister Peter Altmaier.
Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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